Miesbacher Landrat

Regierung beginnt Prüfung in Affäre um Kreidl

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Jakob Kreidl

München - Die Regierung von Oberbayern hat mit der Untersuchung der Sponsoring-Affäre um den Miesbacher Landrat Jakob Kreidl (CSU) begonnen.

Die Stellungnahmen von Landratsamt und Kreissparkasse seien eingegangen, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Bezirksregierung in München. Die Behörde überprüft als Rechtsaufsicht, ob die Sparkasse mit ihrer Beteiligung an den Kosten für das Fest zu Kreidls 60. Geburtstag im August 2012 Bestimmungen verletzt hat.

Wann erste Ergebnisse vorliegen, war am Mittwoch noch unklar. Das hängt nach Auskunft des Sprechers davon ab, ob das Landratsamt und die Sparkasse ihre Angaben noch ergänzen müssen. Die von dem kommunalen Geldinstitut gesponserte Feier hatte fast 120 000 Euro gekostet. Sie war nach Auskunft mehrerer Gäste allerdings keineswegs übermäßig opulent. Deswegen könnte auch überprüft werden, ob möglicherweise Abrechnungen manipuliert wurden. Kreidl ist auch Vorsitzender des Sparkassen-Verwaltungsrats.

Auf den Prüfstand kommen weitere Sponsoring-Aktivitäten der Sparkasse, wie etwa eine Geburtstagsfeier für Vizelandrat Arnfried Färber, die Renovierung von Kreidls Büro oder eine Bürgermeisterreise nach Tirol.

Kreidl hatte vor einer Woche unter dem Druck der eigenen Partei darauf verzichtet, im Falle der Wiederwahl als Landrat in eineinhalb Wochen das Amt anzunehmen. Sein Stellvertreter Färber erklärte, er wolle sein Amt als stellvertretender Vorsitzender im Verwaltungsrat der Sparkasse ruhen lassen. Solange er aber seinen Posten als Vizelandrat innehat, ist dies kommunalrechtlich nicht möglich. Beide Ämter seien verknüpft, teilte das Landratsamt mit.

dpa

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