Unglück auf der Fahrt

Chinesen landen im Graben statt in Neuschwanstein

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Neben der Spur: Der Unfall passiert in der Nähe der Autobahnbrücke bei Schwaiganger. Die Touristen wärmten sich dann im Floriansstüberl auf.

Schwaiganger - Ein Bus mit einer Reisegruppe aus China ist am Freitag bei Schwaiganger von der Straße abgekommen. Der Fahrer hatte die Kontrolle verloren. Die Touristen wollten nach Neuschwanstein.

Sie wollten Neuschwanstein besichtigen. Doch daraus ist für eine 40-köpfige chinesische Reisegruppe am Freitag nichts geworden. Der Bus, in dem die Touristen saßen, kam nahe Schwaiganger von der Fahrbahn ab. Neun Personen wurden vorsorglich in die Murnauer Unfallklinik gebracht.

Der Bus war auf der Staatsstraße 2062 von Großweil kommend Richtung Murnau unterwegs. Gegen 13.10 Uhr verlor der Fahrer aus bisher ungeklärter Ursache in der lang gezogenen Linkskurve nahe der Autobahnbrücke die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Bus kam von der Fahrbahn ab und nach rund 50 Metern im Schnee zum Stehen. „Zum Glück ist er nicht umgekippt“, betont Murnaus Polizeichef Joachim Loy.

Die Verständigung mit den Fahrgästen erwies sich als schwierig. Wegen der Sprachbarriere war es an der Unfallstelle nicht möglich, die Chinesen zu fragen, ob ihnen etwas fehlt. „Augenscheinlich lagen aber keine äußeren Verletzungen vor“, sagt Loy.

Der Bus wurde von einem Abschleppunternehmen aus dem Schnee gezogen. Die Straße war bis 15.30 Uhr gesperrt. Zahlreiche Helfer waren zur Stelle: 18 Feuerwehrleute aus Murnau, 25 aus Ohlstadt, sechs Kräfte vom Roten Kreuz, drei Notärzte, ein Einsatzleiter Rettungsdienst vom MKT sowie ein Hubschrauber.

Chinesische Touristen stranden in Schwaiganger: Bilder

Die 31 Chinesen, die nicht in die Unfallklinik kamen, wurden nach Murnau ins Florianstüberl gebracht. Dort bekamen die gestrandeten Touristen warme Getränke. Später konnten sie ihre Fahrt mit einem Ersatzbus fortsetzen.

Roland Lory

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