Mit 240 Sachen auf der Autobahn

Religiöse Gründe: Arzt verweigert Blutentnahme

Raubling - Weil ein italienischer Arzt mit 240 Sachen über die Autobahn bretterte, wollte die Polizei ihm Blut abnehmen. Doch das lehnte der Mann aus religiösen Gründen ab.

Wie die Polizei mitteilt, raste der 35-jährige Italiener am Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr in der Nähe von Raubling (Kreis Rosenheim) über die A8. Der Mann ist in London als Mediziner tätig und fuhr auch einen in London zugelassenen BMW Cabrio.

Schleierfahnder der PI Rosenheim hielten den Mann an und kontrollierten ihn. Dabei machten sie auch einen Drogentest, der positiv ausfiel. Der Mann hatte offenbar Cannabis geraucht.

Er wurde auf die Dienststelle gebracht, damit ihm Blut angenommen werden konnte. Doch das lehnte er aus religiösen Gründen ab - welche Gründe das waren, wollte er den Beamten nicht verraten.

Die Polizisten holten daraufhin eine richterliche Anordnung zur Blutentnahme ein. Auch das beeindruckte den Mediziner nicht - er verbarg sogar seine Armbeugen vor den Beamten. Der Arzt, der die Blutabnahme durchführte, sah das jedoch gelassen: Er setzte die Nadel an einer Stelle an, die der Italiener nicht verbergen konnte. Welche das war, wollte die Polizei jedoch nicht mitteilen.

mm

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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