Prozess in München

Rentner filmt sexuellen Missbrauch seiner Nichte

München - Ein Rentner hat am Montag vor dem Münchner Landgericht gestanden, seine kleine Nichte und deren Halbschwester sexuell missbraucht und dabei gefilmt zu haben.

„Ich möchte allen Beteiligten mein tief gefühltes Bedauern aussprechen“, sagte der 65-Jährige zum Auftakt seines mehrtägigen Prozesses.

Nach seiner Darstellung hat die damals neunjährige Halbschwester seiner Nichte im Sommer 2006 in seiner Wohnung genächtigt, „woanders war kein Platz für sie“. Das Kind habe bei ihm im Ehebett geschlafen, weil seine Frau vor seinem Schnarchen ins Gästebett geflüchtet sei. Zu den sexuellen Übergriffen sei es immer spontan gekommen, während das Mädchen geschlafen habe. Weihnachten 2012 kam es zu einem Missbrauch auch der Nichte.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung im März 2013 wegen Verdachts der Verbreitung kinderpornografischer Schriften fand die Polizei auf dem Computer und einer externen Festplatte des Familienvaters 369 einschlägige Bilddateien und 196 Videodateien mit einer Gesamtspielzeit von über 34 Stunden. Darunter waren auch die Aufnahmen der beiden Mädchen. „Es war eine blöde Idee“, gestand der Angeklagte. Darauf gekommen sei er „aufgrund der Videos und Filme, die ich mir runtergeladen habe“.

Der Prozess dauert an.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Symbolbild

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