Als 88-Jährige ins Krankenhaus kam, nahm sie ihr Vermögen mit

Rentnerin hortet 600.000 Euro in Schuhschachtel

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Die Überraschung kam aus der Schuhschachtel.

Vilshofen - Ihr Erspartes wollte die misstrauische Rentnerin auf keinen Fall aus den Augen lassen.

Als die an Demenz leidende Krista M. (88) ins Krankenhaus von Vilshofen eingeliefert wurde, nahm sie kurzerhand ihr gesamtes Vermögen in einer Schuhschachtel mit: Sparbücher und die unglaubliche Summe von 600 000 Euro in bar! Jetzt beschäftigt die reiche Patientin sogar die Kripo, dabei steht das ganze Klinikum unter Verdacht: 75 000 Euro sind offenbar spurlos verschwunden!

Das Passauer Sonntagsblatt berichtete gestern von dem „Routineeinsatz für die Sanitäter“ – und vom mysteriösen Abhandenkommens eines Teil des Geldes. Ein Polizeisprecher sagt: „Das Geld kann gestohlen worden sein. Möglicherweise haben sich eine Ärztin und eine Schwester auch nur verzählt. Die Ermittlungen laufen“.

Die Geschichte beginnt an einem Montag im Mai. Besorgte Nachbarn hatten die Polizei informiert, weil die betagte Dame schon längere Zeit nicht mehr gesehen worden war. Die Einsatzkräfte fanden die Mieterin in einem bedauernswerten Zustand einer verwahrlosten Wohnung vor. Weil die pflegebedürftige Frau sich weigerte, mit den Sanitätern mitzukommen, musste sogar die Feuerwehr alarmiert werden: Sie halfen bei der Bergung der Patientin mit einer Drehleiter.

Obwohl die Seniorin geschwächt war, vergaß sie eines nicht: ihren Schatz in der Schuhschachtel. Warum die Wertsachen nicht gleich von der Polizei in Verwahrung genommen wurden? Die zuständigen Beamten geben dazu keine Auskunft. Im Krankenhaus nahm die kiloschwere Schachtel eine diensthabende Ärztin in Empfang. Zusammen mit einer Pflegerin zählte sie den Inhalt. Ein zeitraubendes Unterfangen. Tausende von Geldscheinen waren verpackt in schwarze Nylonstrümpfe. Dann mussten beide Frauen ihre Zählarbeiten wegen eines Einsatzes auch noch kurz unterbrechen. Die Geldpäckchen lagen also wohl eine Zeit lang unbeaufsichtigt herum.

Später soll die Schuhschachtel mit dem nun registrierten Inhalt über Nacht weggesperrt worden sein, und am nächsten Morgen wurde er im Schließfach einer örtlichen Bank hinterlegt. Mehr als zwei Wochen kümmerte sich keiner mehr darum. Denn die alte Dame, die zu alten D-Mark-Zeiten als Millionärin bezeichnet worden wäre, lebt alleinstehend und hat nur einen amtlich bestellten Betreuer.

Der Betreuer wurde von der Klinikverwaltung ordnungsgemäß über das deponierte Vermögen informiert. Als er endlich Mitte Juni dazu kam, das Vermögen an sich zu nehmen und zu kontrollieren, fiel er aus allen Wolken: 75.000 Euro fehlen ! Die Klinikleitung rief deswegen sofort die Polizei auf den Plan.

Doch fehlt das Geld überhaupt, und wenn ja, wer hat es? Bis heute tappen die Ermittler der Kriminalpolizei bei diesem eigenartigen Fall im Dunkeln …

Hubert Denk

Quelle: tz

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