Mann droht lange Haft

Richterin bricht Prozess um Ehestreit ab

Augsburg - Nach einem gewalttätigen Ehestreit in Königsbrunn bei Augsburg muss der Mann möglicherweise etliche Jahre hinter Gitter.

Der 40-Jährige stand am Freitag vor dem Augsburger Amtsgericht. Doch überraschenderweise brach die Richterin nach der Beweisaufnahme den Prozess ab und verwies den Fall ans Landgericht. Die Richterin geht davon aus, dass die maximal vier Jahre Gefängnis, die sie verhängen kann, in diesem Fall möglicherweise nicht ausreichen. Sie betrachtet den Ehestreit als schweren Raub, für den ein Strafrahmen von bis zu 15 Jahre Haft möglich ist, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Der Mann hatte laut Anklage seine aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogene Ehefrau geschlagen und getreten und ihr einen Rucksack mit Geld geraubt. Zudem soll er der 36-Jährigen Hundekot ins Gesicht geschmiert haben, ehe die Polizei bei dem Ehestreit eingriff. Der Mann war beim Amtsgericht zunächst aber nur wegen versuchter räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Da er bei der Tat ein Teppichmesser dabei gehabt haben soll, droht ihm nun nach Ansicht der Amtsrichterin eine wesentlich höhere Strafe.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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