In Rosenheimer Gewerbegebiet

Bordell neben Kirche und Moschee geplant

München - Über 20 Bordelle soll es in Rosenheim geben. Der Grund liegt darin, dass es die einzige Stadt zwischen Salzburg und München ist, in der Prostitution wegen der Einwohnerzahl erlaubt ist. Gibt es bald noch eines mehr?

Der Bordellbetrieb soll im Gewerbegebiet Aicherpark entstehen. Früher war hier ein Tonstudio. Die beantragte Nutzungsänderung versagte aber der Rosenheimer Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss. Grund: die Nachbarschaft. So führt der Haupteingang in ein Treppenhaus, über das auch eine evangelische Freikirche mit dem Namen Brothaus im selben Gebäude erschlossen wird. Puff und Kirche Tür an Tür?

Außerdem liegt in unmittelbarer Nähe eine Moschee der Glaubensgemeinschaft Milli Görüs. Gegen die Ablehnung klagte der Antragsteller vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht (VG). Bei einer Ortsbesichtigung erkannte laut OVB die VG-Präsidentin Andrea Breit: Das Haus liegt im Industriegebiet, hier seien gewerbliche Nutzungen aller Art erlaubt – auch solche, die der Prostitutionsausübung dienen. Ein Urteil in der Sache aber steht noch aus.

tz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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