In Rosenheim aufgegriffen

Vermisster Syrer (18) quer durch Europa unterwegs

Rosenheim - Zwei junge Männer ohne Fahrschein und Ausweis sind am Donnerstag in Rosenheim aufgegriffen worden. Dann stellte sich heraus: Einer der beiden galt seit 2014 als vermisst.

Der 18-Jährige Syrer und der 20-jährige Marokkaner waren bei einer Kontrolle im Fernzug von München nach Italien aufgefallen. Die Polizeiinspektion Rosenheim konnte die Identitäten der beiden jungen Männer klären.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war der Syrer 2013 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling eingereist und kam in die Betreuung des Berliner Jugendamtes. 2014 verschwand er spurlos aus der Bundeshauptstadt und wurde seitdem, wie viele andere minderjährige Flüchtlinge, international als Vermisster gesucht.

Tatsächlich war der Jugendliche unter anderen Personalien nach Schweden gereist, wo er sich als Asylbewerber registrieren ließ. Er änderte dann aber seine Pläne und begab sich auf den Weg nach Italien, wo er Verwandte hat.

Sein Begleiter, ein 20-jähriger Marokkaner war in Essen wegen Diebstählen aufgefallen und hatte sich daher ebenfalls unter falschen Personalien um Asyl in Schweden bemüht, sich dann aber entschlossen, seinen Freund nach Italien zu begleiten.

Die Schleierfahnder erstatteten Anzeige gegen die beiden jungen Männer, unter anderem wegen illegalen Aufenthalts. Außerdem wurden die beiden aufgefordert, aus Deutschland auszureisen, weil sie dort kein Asyl beantragen wollten.

ja

Rubriklistenbild: © dpa

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