Schüler (14) seit einer Woche vermisst

Rottenbuch: Pius, bitte melde dich!

Rottenbuch - Seit einer Woche ist der 14-jährige Pius Loris aus Rottenbuch (Kreis Weilheim-Schongau) vermisst. Die Anteilnahme in der Bevölkerung an den Sorgen der Eltern ist riesengroß.

„Der Zusammenhalt in der Gemeinde ist gigantisch“, sagt Vater Peter Loris zu den Schongauer Nachrichten. Am Freitag etwa haben sich an einer von der Feuerwehr organisierten Suchaktion 178 Menschen beteiligt. Abends gab es ein Gebet für Pius in der Kirche, dazu kommen viele Briefe und Anrufe.

Pius verschwand am Montagabend. Unbemerkt von den Eltern verließ er gegen 21.15 Uhr das Haus. Um 23 Uhr schrillten die Alarmglocken bei den Eltern: „Wir haben in sein Zimmer geschaut, da war er nicht da“, sagt Peter Loris. Um 0.30 Uhr nahm die Mutter das Auto und suchte nach ihm. Eigentlich habe man da schon die Polizei rufen wollen, sagt sie. Das holten sie nach, als Vater Peter bei einer weiteren Fahrt am Dienstag gegen 6 Uhr das Rad von Pius an der Echelsbacher Brücke stehen sah.

Dass sich ihr Sohn dort etwas angetan hat, daran glauben die Eltern nicht. Zum einen, weil bei einer groß ange­legten Suchaktion die Hunde sofort die Spur aufnahmen – und sie weg von der Brücke führte. Zum anderen haben Hubschrauber mehrfach die unter der Brücke fließende Ammer abgeflogen. Peter Loris: „Man hat mir gesagt, dass er da hätte gefunden werden müssen.“

Pius geht in die 9. Klasse der Schongauer Pfaffenwinkel-Realschule, er spielt Fußball und ist Oberministrant. Von Freundinnen oder Liebeskummer wisse man nichts, „das hat die Polizei auch als Erstes gefragt“. Sein Handy hat er aber nicht mitgenommen, vermutlich absichtlich. Denn es gab am Abend des Verschwindens einen banalen Streit um die Dauer der Handy­nutzung. Die Hoffnung der Eltern: Pius ist einfach abgehauen und traut sich jetzt nicht heim. Deshalb haben die Eltern überall, wo Pius unterkommen könnte, Zettel ausgehängt. „Damit er weiß, er braucht keine Angst zu haben.“

bo

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