Autobahn gesperrt

Rucksack verloren: Tourist wird zum Geisterfahrer auf A95

Wolfratshausen - Weil er seinen Rucksack verloren hatte, ist ein Brite auf der A95 zum Geisterfahrer geworden. Er fuhr mehr als vier Kilometer in die falsche Richtung.

Eine denkbar schlechte Entscheidung traf ein 62-jähriger Tourist aus Großbritannien, der mit seinem Motorrad auf der A95 in Richtung Österreich unterwegs war, als er zwischen Schäftlarn und Wolfratshausen feststellte, dass er während der Fahrt einen Rucksack verloren hat.

Prompt wendete er in einem geschlossenen Parkplatz und fuhr über vier Kilometer auf dem Seitenstreifen entgegen der Fahrtrichtung, um seinen Rucksack wiederzufinden. Diese tauchte jedoch nicht wieder auf.

Was jedoch "auftauchte", waren verständigte Polizeistreifen der Verkehrspolizei Weilheim und der Polizeiinspektion Wolfratshausen, die aufgrund der Mitteilung über einen Geisterfahrer zunächst kurzzeitig die Autobahn in Richtung Garmisch-Partenkirchen an der Anschlussstelle Schäftlarn komplett sperrten.

Nachdem feststand, dass der Tourist nicht weiter als Falschfahrer unterwegs war, konnte die Autobahn wieder freigegeben werden. Der Brite durfte seine Fahrt nach Bezahlung einer Geldbuße ebenfalls fortsetzen - allerdings ohne seine Tasche, in der sich auch die zu diesem Zeitpunkt dringend benötigte Regenbekleidung befunden hätte.

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

auch interessant

Meistgelesen

Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
Meridian lässt Unglückszüge von Bad Aibling nachbauen
Meridian lässt Unglückszüge von Bad Aibling nachbauen

Kommentare