Schändung: Reliquie Bein ausgerissen

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Die geschändete Reliquie.

Dinkelsbühl - Schreckliche Schändung eines Heiligen: In Dinkelsbühl haben Unbekannte den Märtyrer Aurelius aus seinem Schrein gerissen und dessen Bein gestohlen.

Am Montagnachmittag hatte der Pfarrer des Münsters St. Georg zu Dinkelsbühl die Verwüstung entdeckt. Wie die bisherigen Ermittlungen des Landeskriminalamtes ergaben, waren Unbekannte in die Kirche eingedrungen und hatten den in einem gläsernen Schrein aufgebahrten Märtyrer Aurelius aus seiner letzten Ruhestätte gerissen. Dazu hatten der oder die Täter die Glasscheibe eingeschlagen. Am Tatort wurde ein Marmorapfel sichergestellt.

Der Märtyrer war aus dem Schrein gezerrt und auf einem davor stehenden Podest liegengelassen worden. Das komplette linke Bein des Skeletts wurde abgebrochen und entwendet. Das Bein war, wie das gesamte Skelett, mit Metallverzierungen belegt, in welchem auch Replikate von Edelsteinen eingelassen waren. Hierbei handelt es sich laut Polizei zwar nicht um Gegenstände von großem Wert. Für Laien ist das aber nicht ersichtlich.

Die Gebeine des Märtyrers, der unter Kaiser Nero enthauptet worden war, waren im Jahr 1747 aus Rom nach Dinkelsbühl überführt worden. Der im Münster aufgebahrte war im Jahr 1978 vollständig restauriert worden.

mm

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