Innings Bürgermeister tobt: „Ein Affront gegen unsere Gemeinde“

Schiff heißt „Augsburg“: Entsetzen am Ammersee

Inning - „Des war ja a Wahnsinn, des is ja schlimm.“ Innings Bürgermeister Werner Röslmair war erst sprachlos und dann entsetzt, als er hörte, dass das neue Schiff der Ammerseeflotte auf den Namen „Augsburg” getauft werden soll.

Diese Nachricht verkündete gestern Finanzstaatssekretär Georg Fahrenschon. Die Zeremonie ist für den 30. April in der Stegener Werft vorgesehen.

Der Bürgermeister spricht sogar von einem Affront gegen seine Gemeinde, in der sich schließlich auch der Hafen befinde. Ein Schiff namens „Inning” oder „Stegen” hätte er sich deshalb schon gewünscht. „Augsburg ist ja eine nette Stadt”, so Röslmair, aber weit weg. Und dass der Ammersee laut Finanzministerium traditionell „Augsburger Meer” genannt werde, davon war nicht nur Röslmair überrascht. Dies wunderte auch seine Amtskollegen rund um den See.

„Wenn am Ostufer etwas nicht beliebt ist, dann sind das die Augsburger”, entfährt es Herrschings Bürgermeisterin Christine Hollacher. Die Fuggerstadt sei schon sehr weit weg. Gleichwohl erinnert sie sich, dass die Flotte mit jeder politischen Wende einige Umbenennungen über sich habe ergehen lassen müssen, bis man schließlich dazu übergegangen sei, die Schiffe nach den See-Orten zu benennen.

In der Tat gab es einige Namensänderungen. Ein alter Raddampfer, der zunächst auf „Gisela” – österreichische Kaisertochter und Gemahlin des Prinzen Leopold von Bayern – getauft worden war, lief bereits von 1919 bis 1963 unter dem Namen „Augsburg”. Uttings Bürgermeister Josef Klingl kann sich an das Schiff aus seiner Jugendzeit sogar noch erinnern. Aus seiner Sicht sei die Namengebung auch kein Problem, schließlich fühlten sich in Utting auch die Augsburger Segler zu Hause. Dass der Ammersee in Augsburg auch – wie vom Finanzministerium behauptet – als „Augsburger Meer” bekannt ist, das hat Klingl auch nicht gewusst…

Quelle: tz

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