Schildkröte weiter "flüchtig"

Alle suchen Lotti - vergebens

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Der Badesee ist momentan gesperrt

Irsee - Auch am Dienstag ging die Suche nach der Alligator-Schildkröte Lotti am Oggenrieder Weiher bei Irsee weiter. Die Helfer waren voller Hoffnung: Ein Spürhund hatte angeschlagen.

Es ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen: Irgendwo auf dem 3000 Quadratmeter großen, sumpfigen Areal des ausgepumpten Oggenrieder Weihers muss sich die Alligator-Schnappschildkröte doch versteckt haben. Das exotische Tier hatte vergangene Woche einem Buben (8) die Achillesferse durchgebissen - und ist seither "auf der Flucht", wird von Feuerwehr und Helfern fieberhaft gesucht. 

Am Montagabend ein Funke Hoffnung: Ein Spürhund kam laut br zum Einsatz, kämpfte sich durch 2000 Quadratmeter Schlamm und schlug an. Birka, so heißt die feinnäsige Drahthaarhündin, stoß dabei aber an ihre Grenzen: Zu viel Gestrüpp versperrte ihr den Weg. Ihre Suche wurde abgebrochen. Am frühen Dienstagmorgen entfernten Feuerwehrleute die Äste an der Stelle, an der Lotti vermutet wurde. Auch acht Experten vom Institut für Zoologie aus München unterstützten die Suche. 

Doch: Keine Spur von Lotti ... dabei waren die Experten zunächst zuversichtlich, das Reptil zu fangen. Sie wollten sich sogar gedanklich in Lottis Lage versetzen: „Wir versuchen die Sicht der Schildkröte einzubringen“, sagte Markus Baur von der Münchner Reptilienauffangstation der Nachrichtenagentur dpa. Lotti habe sich wohl im Schlamm versteckt.

Zu den Zweifeln an der Existenz von Lotti sagte Baur: „Niemand auf dieser Welt kann mit Sicherheit sagen, dass das eine Schildkröte war.“ Die stichähnlichen Verletzungen an der Ferse des Jungen legten es aber nahe, dass eine Geierschildkröte mit ihren hakenförmigen Kiefern zugebissen habe.

Bürgermeister Andreas Lieb ist sich sicher, dass es Lotti gibt: „Bei Loch Ness gab es nur die Sichtungen. Aber wir haben leider einen Schwerverletzten.“ Die Gemeinde würde verantwortungslos handeln, wenn sie nichts unternähme.

mm/dpa

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