Ein Auto voller Straftaten

Kontrolle auf der A8: Krimineller lügt wie gedruckt

München/Raubling - Gleich mehrere Straftaten hat ein 56-jähriger Slowake begangen - für jede einzelne hatte er aber eine Ausrede. Auf der Autobahn A8 ging er dennoch den Schleierfahndern ins Netz.

Ein Krimineller ist den Schleierfahndern der PI Fahndung Rosenheim auf der Autobahn A8 ins Netz gegangen. Demnach kontrollierten die Beamten am Donnerstag bei Raubling einen 56-jährigen Slowaken am Steuer eines Volvo V70 mit Münchner Kennzeichen.

Der Mann am Steuer trat schon mehrfach polizeilich in Erscheinung, berichtet die Polizei. Auch bei der aktuellen Kontrolle ergab sich eine Reihe von strafrechtlichen Delikten: Zum einen konnte er keine Fahrerlaubnis vorweisen, zum anderen war der Volvo vor einigen Tagen in München gestohlen worden. Und: Hunderte Meter Kupferkabeln sowie zahlreiche Elektroartikel lagen im Auto. Der Slowake wurde festgenommen und eingehend vernommen.

Geldbeutel gestohlen, Auto und Baumaterial erworben

Zur Fahrerlaubnis gab er an, dass ihm diese samt Geldbörse in Frankfurt gestohlen worden sei. Tatsächlich hat der Mann seit 2009 keinen Führerschein, wie eine Anfrage in der Slowakei ergab. Den Pkw will der 56-Jährige von einen unbekannten Autoverkäufer in München gekauft haben. Tatsächlich wurde der Volvo vor wenigen Tagen gestohlen, als der Eigentümer sein Auto samt Schlüssel vor der Tür stehen ließ. Auch für das Baumaterial hatte der Slowake eine zweifelhafte Erklärung: Das will er als "Paketangebot" von einem ebenfalls Unbekannten redlich erworben haben. Tatsächlich hatte die Ware den 20-fachen Wert und fehlt seit kurzem bei einer Baufirma in Karlsruhe, berichtet die Polizei. Die bemerkte den Diebstahl erst, als die Rosenheimer Schleierfahnder anfragten.

dor

Rubriklistenbild: © dpa

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