Drahtzieher geschnappt

Bundespolizei zerschlägt Schleuserring

München - Nach deutschlandweiter Razzia hat die Bundespolizei einen internationalen Schleuserring zerschlagen. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt nun gegen 20 Personen.

Nach Razzien in fünf Bundesländern hat die Bundespolizei drei mutmaßliche Drahtzieher eines internationalen Schleusernetzwerks festgenommen. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen 20 Beschuldigte, die überwiegend aus dem Irak stammen, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Die Schleuser sollen mindestens 178 Menschen - vor allem aus dem Irak und Syrien - nach Deutschland und angrenzende Länder gebracht haben. Hierfür sollen sie bis zu 10 000 Euro pro Geschleustem erhalten haben.

Bereits am frühen Dienstagmorgen hatten knapp 250 Polizisten mehrere Büros und Wohnungen in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen durchsucht. In München wurde ein 42-jähriger Mann irakischer Herkunft festgenommen. Er soll die Geldgeschäfte organisiert haben. Zwei weitere mutmaßliche Anführer des Netzwerks wurden in Bremen und Hessen gefasst. Europol konnte vier weitere Verdächtige im europäischen Ausland festnehmen. Zudem stellten die Fahnder zahlreiche Beweise und Bargeld sicher.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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