In Lastern

Schleuserbande soll Menschen wie Vieh transportiert haben

Weiden - Eine abscheuliche Tat: Eine Schleuserbande soll Flüchtlinge wie Vieh in Lastwagen nach Deutschland geschmuggelt haben. Für einige bestand sogar Lebensgefahr.

Eine Schleuserbande soll reihenweise syrische und irakische Flüchtlinge unter lebensgefährlichen Bedingungen in Lastwagen nach Deutschlang geschmuggelt haben. Gegen vier Türken im Alter von 28 bis 37 Jahren sei deswegen nun Anklage erhoben worden, teilte das Landgericht Weiden in der Oberpfalz am Mittwoch mit. Die Angeklagten sollen zusammen mit sieben weiteren Verdächtigen mindestens 20 Fahrten aus der Türkei organisiert haben, bei denen jeweils mehrere Flüchtlinge in die Bundesrepublik gebracht wurden.

„Hierbei sollen die geschleusten Personen streckenweise in Sattelzügen mit präparierten Treibstofftanks oder Verschlägen transportiert worden sein“, sagte Gerichtssprecher Markus Fillinger. Die Angeklagten hätten laut Anklage bewusst das Risiko des Erstickens der Flüchtlinge in Kauf genommen.

Die vier Männer sind wegen gewerbs- und bandenmäßigem Einschleusen von Ausländern angeklagt, ihnen drohen langjährige Gefängnisstrafen. Die Strafkammer in Weiden muss über die Zulassung der Anklage entscheiden, einen Termin für den Prozess gibt es daher noch nicht. Wie viele Flüchtlinge die Bande insgesamt nach Deutschland gebracht haben soll, war zunächst nicht bekannt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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