Eis und Schnee in Bayern

Polar-Kälte! Wetterdienst gibt Warnung heraus

München - Eisige Kälte und Schnee haben Bayern fest im Griff. Das Thermometer fiel zum Teil bis minus 20 Grad. Der Deutsche Wetterdienst hat eine neue Wetter-Warnung heraus gegeben.

Der Wettbewerb um das eisigste Wetter in Bayern ist ausgetragen. Der erste Platz ging laut den Messwerten des Deutschen Wetterdiensts nach Schwaben in den Landkreis Günzburg: In der Messstation Neuburg/Kammel-Langenhaslach war es am Montagmorgen gegen fünf Uhr klirrend kalt: Minus 20 Grad stellten die Meteorlogen dort fest.

Auch in anderen Teilen Bayerns musste man sich warm anziehen: "Alles, was südlich des Mains liegt, war im strengen Frostbereich", erklärt Dirk Mewes, Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst. "Im Norden war es vor allem in der ersten Nachthälfte sehr kalt, im Süden gab es zwischen vier und fünf Uhr die tiefsten Werte", sagt er. In zahlreichen Gegenden in Bayern sanken die Temperaturen unter minus zehn Grad, an einigen Orten wurde sogar die Minus-15-Grad-Marke geknackt. An den Wetterstationen in Lechfeld und in Mühldorf in Oberbayern war es zum Beispiel in etwa minus 18 Grad kalt.

Warnung vor Schneeverwehungen und Frost

Rekordverdächtige Minustemperaturen maßen außerdem viele Autothermometer. Thomas Schaller beispielsweise war um drei Uhr nachts bei Brunnthal unterwegs. Auf der Facebook-Seite des Münchner Merkurs postete er ein Bild, auf dem in seinem Auto minus 19 Grad angezeigt werden . Auch User Jan Thomas berichtet auf Facebook, dass es, als er in der Nacht von Sonntag auf Montag im Allgäu auf dem Heimweg war,  mit Minus 17,5 Grad extrem kalt gewesen sei.

Noch frostiger als in Bayern war es nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts in der Nacht zum Montag in Baden-Württemberg: In Biberbach hatte es an der Messstation minus 24 Grad.

Auch in den nächsten Tagen hat uns der Winter fest im Griff: "Es kommt noch einiges an Schnee dazu", sagt Dirk Mewes. Der Deutsche Wetterdienst hat bereits eine Warnung vor markantem Wetter für Oberbayern und Schwaben sowie für einige Orte in Niederbayern und Mittelfranken herausgegeben. Weil es Windböen und in den Alpengipfel sogar Sturmböen geben soll, warnen die Meteorologen vor Schneeverwehungen. Sie rufen außerdem zur Vorsicht auf, weil es nachts wieder strengen Frost geben soll.

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Die Skifahrer jedenfalls können sich freuen: Am Montagmorgen hatte es auf der Zugspitze bereits 1,70 Meter Schnee. Im Allgäu lag die Schneehöhe bei 40 Zentimeter, am Alpenrand durchschnittlich bei 15 bis 25 Zentimeter. Am Montag soll es am Alpenrand rund 20 Zentimeter und von Dienstag bis Mittwoch weitere 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee geben. Im Alpenvorland soll es von Dienstag bis Mittwoch zwischen 20 und 30 Zentimeter schneien.

Ende der Kältewelle in Sicht

In der Nacht von Montag auf Dienstag wird es noch einmal frostig: "Es bleibt kalt", sagt Dirk Mewes. Autofahrer müssen mit Straßenglätte rechnen. Die Temperaturen in Südbayern werden mit minus sieben bis minus zwölf Grad am Alpenrand allerdings etwas höher sein, als vergangene Nacht: "Sukzessive gehen die Temperaturen wieder etwas nach oben", erklärt Mewes. Silvester wird es zwar noch Minusgrade geben. Für Freitag ist aber schon Warmluft angekündigt. Die Schneedecke könnte dann wieder antauen.

Claudia Schuri

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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