Rutschige und schneebedeckte Straßen

Schnee-Ticker: Der Wetterdienst hat keine guten Nachrichten

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Der Wintereinbruch hat Bayern auch am Mittwoch weiter fest im Griff.

München - Nachdem uns das Jahr 2017 den wärmsten März aller Zeiten bescherte, hat Bayerns Straßen zu Beginn der Woche der Winter wieder fest im Griff. Auch am Mittwoch ging es rutschig weiter.

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+++ Auch in anderen Teilen Europas machte das Winter-Comeback den Menschen zu schaffen. In Ungarn beispielsweise führten die Schneefälle zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen. Am Mittwoch waren in 30 Ortschaften des Bezirks Bacs-Kiskun zeitweise 24 000 Haushalte ohne Elektrizität. Das berichtete die Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf den Katastrophenschutz.

+++ Und so sieht es in München am Mittwoch gegen 13 Uhr aus: Auf Instagram schreibt ein User: „Hilfe. Wenn es abends so weitergeht, übernachte ich wohl lieber im Büro.“

+++ Für alle Sonnenanbeter hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) keine guten Nachrichten. Zwar soll es zum Start in die kommende Woche etwas wärmer werden, doch schon bald soll neue kalte Meeresluft nach Bayern kommen. Schönes Wetter ist laut DWD erst wieder am letzten April-Wochenende in Sicht.

+++ Das wechselhafte April-Wetter hat auch am frühen Mittwoch erneut Behinderungen auf den Straßen im Süden Deutschlands gebracht. Vielerorts in Bayern hatten Autofahrer mit rutschigen und schneebedeckten Straßen zu kämpfen. Größere Unfälle wurden aber zunächst nicht bekannt. Am Dienstagabend hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Glätte in weiten Teilen des Freistaats gewarnt. Am Dienstagnachmittag waren in Niederbayern bei einem durch Blitzeis ausgelösten Serienunfall mit zwölf Fahrzeugen mehrere Menschen verletzt worden.

Richtig frostig war es auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze: Dort wurden minus 17 Grad registriert. In den deutschen Alpen herrscht weiter erhebliche Lawinengefahr.

Auch in Baden-Württemberg müssen sich die Menschen am Mittwoch auf Niederschlag mit Schnee, Schneeregen oder Graupel einstellen, gegen Nachmittag lässt sich dann die Sonne häufiger blicken. Am Dienstagabend geriet eine 25-Jährige bei Meßstetten mit ihrem Wagen, an dem sie schon Sommerreifen montiert hatte, ins Schleudern und stieß mit einem Lastwagen zusammen. Sie wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Das Wetter im Ticker: So war die Lage am Dienstag

+++ Inwiefern das Aprilwetter mit Regen und Schnee bei dem Unfall eine Rolle gespielt hat, muss noch geklärt werden. „Wir haben komplett wechselndes Wetter gehabt innerhalb weniger Kilometer“, sagte ein Polizeisprecher zur dpa. „Wir können nicht ausschließen, dass es am Wetter lag, aber auch nicht sagen, dass der Wintereinbruch ausschlaggebend war.“

+++ Plötzlich einsetzender starker Schneefall sowie Blitzeis haben am Dienstag auf der Autobahn 92 in Niederbayern zu einem Serienunfall mit zwölf Fahrzeugen und sieben Verletzten geführt. Nach Angaben der Polizei entstand ein Schaden von rund 120.000 Euro. Die A92 in Richtung Deggendorf wurde zwischen den Anschlussstellen Landshut-Nord und Essenbach voll gesperrt, es kam über Stunden hinweg zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Am Nachmittag war eine Schneefront über die Region im Landkreis Landshut gezogen, auf der Autobahn bildete sich Eisglätte. Zunächst ereignete sich nur ein kleinerer Unfall mit drei Fahrzeugen, die die rechte Fahrspur blockierten. Doch dann fuhr der Fahrer eines Kleintransporters auf ein Auto auf, wodurch nun auch die linke Fahrspur blockiert war.

Die deshalb abbremsenden Autos vor ihm bemerkte ein 27-Jähriger zu spät, touchierte auf einer Länge von 200 Metern drei Fahrzeuge und kollidierte anschließend mit den auf der Fahrbahn stehenden Unfallfahrzeugen. Anschließend stieß er mit voller Wucht gegen die Mittelleitplanke und blieb dort mit seinem total beschädigten Wagen liegen. Sowohl der Fahrer als auch seine Beifahrerin erlitten mittelschwere Verletzungen. Bei dem gesamten Unfallgeschehen wurden sieben Menschen leicht bis mittelschwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht.

+++ Das Wetterchaos am ersten Arbeitstag nach dem langen Osterwochenende hat auf Bayerns Straßen auch ein Todesopfer gefordert. In Reichertshofen (Landkreis Pfaffenhofen) ist ein 25-Jähriger auf der Bundesstraße 300 mit seinem Auto ins Schleudern geraten. 

Wie die dpa berichtet, prallte er dabei auf der Gegenfahrbahn in den entgegenkommenden Wagen eines 67-Jährigen aus Regensburg. Der Regensburger wurde in seinem Auto eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle. 

+++ Erinnern Sie sich, wann es zum letzten Mal im April Schnee gab? Es liegt nicht lange zurück. Denn auch vor einem Jahr erlebten wir einen wechselhaften Frühlingsauftakt. Wie in diesen Tagen war die erste Hälfte des Monates mild und sonnig, wohingegen der April zum Ausklang seinem Namen alle Ehre machte. In Oberstdorf wurden sogar minus 7,6 Grad gemessen.

+++ Wegen der Schneeglätte kam es am Vormittag auf der A 95 bei Bad Tölz zu zwei Kollisionen innerhalb weniger Minuten.

+++ Hier der Beweis: So sah es heute auf dem Weg zur Zugspitz-Arena aus.

+++ Noch Lust auf Skifahren? Dem bei vielen ungeliebten Comeback des Winters lässt sich auch etwas Positives abgewinnen. Wer sich im April noch einmal die Skier unter die Füße schnallen will, kann hier die aktuelle Schneelage und die Prognosen für die bayerischen Skigebiete anschauen. Auf der Zugspitze etwa soll in den kommenden zwei Tagen ein halber Meter Neuschnee fallen.

+++ Na, kennen Sie diese Perspektive? Vielen Autofahrern hat es heute so ergangen - wie diesem Twitter-Nutzer, der sich durch das Schneetreiben auf der Autobahn am Chiemsee kämpfte.

+++ Der Bayerische Bauernverband sorgt sich angesichts des Frostes nicht nur um das Obst, sondern auch um den Spargel, der zu dieser Jahreszeit wieder in aller Munde ist. „Bisher ist nichts passiert“, sagte Sprecherin Stefanie Härtel zur dpa. Aber: „Kritisch wird es bei minus drei bis minus vier Grad“, meint der Gartenbauexperte des Bauernverbandes, Theo Däxl. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für die Nacht zu Donnerstag Temperaturen bis zu minus sechs Grad.

+++ Während der Norden Bayerns am stärksten mit den Auswirkungen der Schneefälle zu kämpfen hatte, ist die Lage auf den Straßen in Oberbayern bislang völlig normal. Das sagte ADAC-Sprecherin Kerstin Lunzner zur tz.

+++ Der neuerliche Wintereinbruch hat am Dienstagmorgen auch zu einigen Unfällen auf der A95 und der B2 im Landkreis Starnberg geführt.

Biergarten-Wetter, wo bleibst du? So sieht es in diesen Tagen am Chinesischen Turm aus.

 

+++ Auch in Niederbayern und Oberfranken sorgte der Wintereinbruch für Chaos auf den Straßen

Die Spieler des FC Bayern München müssen sich ob des schlechten Wetters in der Heimat keine Gedanken machen. In Madrid herrschen - wie überraschend - frühlingshafte 15 Grad. Trotzdem werden einige Stars des deutschen Rekordmeisters angesichts des heutigen Champions-League-Krachers gegen Real Gänsehaut bekommen.

+++ Wie der br berichtet, bangen derzeit vor allem Obstbauern und Winzer um ihre Ernte. Viele Pflanzen tragen die ersten Blüten. Nächtlicher Dauerfrost und Schneefall können die empfindlichen Knospen beschädigen. Beerenfrüchten droht bei zu viel Feuchte Schimmelbefall. 

+++ Sie sehnen bei diesem miesen Bibber-Wetter mitten im April schon den nächsten Sommerurlaub herbei? Kein Wunder! Mit diesen 25 Stränden machen wir Ihnen warme Gedanken.

Weißer als im Advent: So sah München heute am Morgen aus. Das Foto ist auf der Donnersbergerbrücke entstanden.

+++ Während es im Norden Bayerns bereits mehrmals heftig gekracht hat, ist es bislang auf den Straßen in Oberbayern verhältnismäßig ruhig. Die Autobahndirektion Südbayern und der ADAC Südbayern erstellen gerade eine kleine Bilanz zu den Geschehnissen im Berufsverkehr.

+++ Impressionen aus dem Netz: Dieser Twitter-User aus dem Allgäu traute am Morgen seinen Augen nicht.

+++ Auch Sie haben bereits die Sommerreifen aufgezogen?Lesen Sie hier, was es mit der Faustregel „von O bis O“ auf sich hat!

+++ Der Grund allen Übels ist übrigens kalte Luft, die aus dem Norden Europas nach Bayern strömt. Weil sich diese kalten Luftmassen mit bereits warmen - von der relativ starken Aprilsonne aufgeheizten - Strömungen vermischen, kommt es vermehrt zu Schauern und Gewittern. 

+++ Laut Wetterexperten bleibt der Tag ungemütlich. An den Alpen werden gerade einmal 2 Grad erreicht, am Untermain immerhin bis zu 9 Grad Celcius. In der Nacht auf Mittwoch wird es frostig bei bis zu minus 5 Grad. Schnee- und Graupelschauer halten bis zum Abend auch in den Tieflagen an.

+++ Sie haben das Schneechaos mitten April schon in einem Foto festgehalten? Dann schicken Sie uns ihre Schnappschüsse! Wir wollen die schönsten Schneebilder von Ostermontag und Dienstag zeigen.

+++ Das Wetter bringt sogar den Plan der Löwen durcheinander - wie der Verein eben mitteilte, wurde das Training des TSV 1860 auf 15 Uhr am Nachmittag verschoben.

+++ Auch das Kloster Benediktbeuern war heute Morgen überzuckert.

„Frohe Weihnachten! So sieht Frühling in München aus“, schreibt Instagram-Userin Janina zu ihrem Video. Sie hat das Schneetreiben von ihrer Wohnung in der Kapuzinerstraße aus gefilmt. 

+++ Bei diesem Wetter braucht‘s manchmal Galgenhumor. „Man könnte ja fast Frohe Weihnachten wünschen“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zur Nachrichtenagentur dpa.

+++ Nach den Schneefällen an Ostern herrscht nun überall in den deutschen Alpen erhebliche Lawinengefahr. Auch in Lagen unterhalb von 1800 Metern sei die Lawinengefahr weiter gestiegen und habe die dritte der fünf Warnstufen erreicht, teilte der Lawinenwarndienst Bayern in München mit. Bereits einzelne Skifahrer könnten Schneebrettlawinen auslösen, warnten die Experten.

+++ In den kommenden Tagen soll es im Freistaat winterlich bleiben, dann sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes verbreitet nächtliche Minuswerte von bis zu fünf Grad unter dem Gefrierpunkt möglich.

+++ Vielerorts fiel heute Schnee, auch in München kam es zu Schneefällen. Eisig kalt war es auf Deutschlands höchstem Berg: Auf der 2962 Meter hohen Zugspitze wurden am Dienstagmorgen minus 15 Grad gemessen.

+++ Besonders auf der Autobahn 9 in Oberfranken hatten Verkehrsteilnehmer mit widrigen Straßenverhältnissen zu kämpfen; an Steigungen stellten sich dort mehrere Lastwagen quer und verursachten lange Staus.

Der Winter ist zurück in Oberbayern

Ziemlich verwundert haben am Dienstagmorgen viele Menschen aus dem Fenster geschaut. In Bayern waren manche Ortschaften mit Schnee bedeckt, eisiger Wind sorgte für einen Kaltstart in die Woche nach Ostern. Schon am Montag schneite es in vielen Regionen. Nachdem uns der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit viel Sonne beschenkte, kehrt mitten im April der Winter zurück. Auf Bayerns Straßen kam es im Berufsverkehr bereits zu einigen Schnee- und Glätteunfällen.

Schneefall in Bamberg am Ostermontag.

Ausgerechnet zum langen Osterwochenende ging dem traumhaften Frühlingswetter die Puste aus, die Eiersuche fiel in Bayern größtenteils ins Wasser. Vor allem im Allgäu, aber auch in Oberfranken und der Oberpfalz sorgten Schneefälle eher für weihnachtliche Gefühle. In den Hochlagen der bayerischen Alpen stieg nach ergiebigen Schneefällen die Lawinengefahr mächtig an. In Balderschwang im Allgäu fielen 25 Zentimeter Neuschnee. Auch in München gab es teils heftige Schneefälle.

Vor allem den vielen Pendlern auf Bayerns Straßen bereitete der Wintereinbruch Probleme. Einige Autofahrer haben bereits auf Sommerreifen gewechselt - aus schneebedeckten Straßen wurden Rutschbahnen.

Auch für die kommenden Tage hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) keine guten Nachrichten. Weitere Schneefälle und eine Kaltfront beherrschen das Bild voraussichtlich bis zum Wochenende. Erst dann soll es mit den Temperaturen wieder bergauf gehen.

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