Schnee als wertvolles Gut

Darum müssen Wintersportler mit steigenden Liftpreisen rechnen

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Wird Schnee künftig so – wie hier vor der Vierschanzentournee in Oberstdorf – hergestellt?

Oberstdorf - Eine neue Studie des Bund Naturschutzes zeigt auf, warum Wintersportler mit steigenden Liftpreisen rechnen müssen und was auf Gemeinden mit einem Skigebiet zukommt.

Wintersport könnte in Zukunft noch viel teurer werden als bisher. Und zwar nicht nur für diejenigen, die sich eine Liftkarte kaufen, sondern auch für die Allgemeinheit. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, die der Bund Naturschutz (BN) jetzt veröffentlichte.

Demnach würden immer öfter große Konzerne Skigebiete kaufen. Falls es zu wenig Schnee gäbe, würde dieser mit immer aufwendigeren Methoden künstlich hergestellt – einen Vorgeschmack gab es bei der vergangenen Vierschanzentournee, als in Oberstdorf mit Hilfe eines aus Finnland stammenden Schnee-Produktions-Silos die fehlende weiße Pracht hergestellt wurde. Der Hunger nach Schnee, so der BN, werde zum knallharten Geschäft. Die Wintersportler müssten dann mit steigenden Liftpreisen rechnen.

Wenn sich aber die hohen Gewinnerwartungen der Investoren nicht erfüllen, würde das Skigebiet wieder verkauft oder es werde staatliche Unterstützung gefordert. „Findet sich kein neuer Investor“, kritisiert der BN, „muss die Gemeinde oder der Freistaat das Skigebiet wieder zurückkaufen oder stilllegen.“ Im Zweifelsfall soll also der Staat einspringen und für Defizite aufkommen. „Die Gewinne werden privatisiert, die Kosten sozialisiert.“

vp

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