Am Donnerstag vom Radar verschwunden

Flugzeug in den Bergen abgestürzt: Leiche gefunden - gefährlicher Einsatz für Retter

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Das Wrack des abgestürzten Flugzeuges.

Im Berchtesgadener Land ist am Donnerstag ein Kleinflugzeug abgestürzt. Nun wurden das Wrack und eine tote Person gefunden.

  • Am Donnerstagmittag ist bei Schneizlreuth im Berchtesgadener Land ein Kleinflugzeug abgestürzt. 
  • Am Freitagmittag fanden Retter das Wrack und eine tote Person an der Absturzstelle. Es soll sich um den Besitzer der Cessna handeln.
  • Der Einsatz im schwer zugänglichen Gelände stellt die Bergwacht vor eine harte Prüfung.
  • Die Leiche konnte inzwischen von den Rettungskräften geborgen werden

Flugzeug bei Schneizlreuth abgestürzt - Polizei geht nicht von weiteren Opfern aus

20.29 Uhr: Bei der Bergung der Leiche und der ersten Flugzeugteile waren 60 Helfer der Bergwacht und der alpinen Polizei im Einsatz. Obwohl das Wetter am Nachmittag umschlug, konnten bereits erste Teile der Unglücksmaschine zur Einsatzzentrale in Melleck bei Schneizlreuth (Kreis Berchtesgadener Land) gebracht werden. Anfang der Woche soll die Leiche obduziert werden, die bereits am frühen Nachmittag nach Bad Reichenhall geflogen wurde.

Als Unfallursache kommt neben einem Defekt der Maschine und gesundheitlichen Problemen beim Piloten auch die schlechte Sicht zum Unglückszeitpunkt infrage. Dies sei laut einer Polizeisprecherin jedoch spekulativ. Mittlerweile scheint gesichert, dass es keine weiteren Opfer gab. „Es ist nicht davon auszugehen, dass weitere Menschen gefunden werden“, erklärte die Sprecherin.

Flugzeug bei Schneizlreuth abgestürzt - Einsatzkräfte finden Leiche

17.00 Uhr: Die Leiche, die bei dem Flugzeug entdeckt wurde, konnte inzwischen geborgen werden, das bestätigte die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Die Bergung des Flugzeugs musste jedoch aufgrund schlechten Wetters auf voraussichtlich Montag verschoben werden. Mithilfe eines Hubschraubers sollen dann die Einzelteile der Maschine vom Berg in eine Halle der Bundeswehr in Bad Reichenhall transportiert werden.

12.04 Uhr: Soeben hat die Polizei in einer Pressemitteilung den Fund einer Leiche bekannt gegeben: „Die Bergungsmannschaften fanden am Unglücksort eine tote Person. Im Umfeld des Flugzeugwracks wurden bei einer Absuche keine weiteren Personen gefunden, weshalb davon auszugehen ist, dass sich nur der Tote (als Pilot) in der Maschine befand. 

Auch wenn eine zweifelsfreie Identifizierung erst in den kommenden Tagen im Rahmen von rechtsmedizinischen Untersuchungen möglich sein wird, deutet derzeit vieles darauf hin, dass es sich bei dem Toten um einen 51-Jährigen aus dem Landkreis Traunstein handelt.“ 

Der Mann soll der Besitzer des abgestürzten Kleinflugzeugs, einer Cessna, sein. Er galt seit Donnerstag als vermisst.

11.43 Uhr: Vor wenigen Augenblicken hat die Polizei ein Bild des abgestürzten Kleinflugzeugs veröffentlicht. Ermittler der Kriminalpolizei Traunstein werden zum Unglücksort in Gipfelnähe des Bogenhorns gebracht. In die Ermittlungen zur Klärung des Unfallhergangs wird auch ein Sachverständiger der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) mit einbezogen, wie die Polizei bekannt gab.

In Bayern hat sich am Freitag ein weiteres Flugzeugunglück ereignet. In Würzburg ist ein Kleinflugzeug offenbar von der Startbahn abgekommen und in Flammen aufgegangen. Das berichtet Merkur.de*.

Flugzeugabsturz am Bogenhorn: Wrackteile gesichtet

10.16 Uhr: Soeben sind Wrackteile im Bereich des Bogenhorns auf 1400 Metern Höhe gesichtet worden. Das hat eine BR-Journalistin auf Twitter mitgeteilt.

Kurz darauf folgt die Bestätigung der Polizei. Ein Hubschrauberpilot habe im eingegrenzten Suchgebiet Wrackteile eines Flugzeuges erkennen können. Nun werden weitere Helfer in das betreffende Areal beordert, die Umstände des Einsatzes bleiben weiter kompliziert. „Da kann man nicht mal einfach so einen Spaziergang hin machen“, zitiert  bgland24.de eine Polizeisprecherin.

Der Pilot ist offenbar am Donnerstag in St. Johann in Tirol zwischengelandet. Ob er dabei weitere Fluggäste mit an Bord genommen hat, ist bislang unklar. 

Flugzeug bei Schneizlreuth abgestürzt - gefährliche Suche für Retter

10.06 Uhr: Auch Einsatzkräfte aus Österreich haben ihre Hilfe angeboten, die Nebellage erschwert die Suche jedoch weiterhin. Das Einsatzgebiet der Hubschrauber ist begrenzt. Deshalb sei es auch kompliziert, mit den eingesetzten Wärmebildkameras Erfolge zu erzielen. Informationen zu den Personen im Kleinflugzeug wolle die Polizei laut bgland24.de weiterhin nicht veröffentlichen; man stehe jedoch mit den Angehörigen in Kontakt.

8.42 Uhr: Helfer haben die Suche nach einem vermissten Kleinflugzeug im Landkreis Berchtesgadener Land am Freitagmorgen fortgesetzt. Um 7.00 Uhr begannen Spezialisten der alpinen Einsatzgruppe der Polizei und der Bergwacht zunächst zu Fuß mit der Suche in dem äußerst schwer zugänglichen Gelände, wie ein Sprecher der Polizei am Freitag sagte.

Dichter Nebel mit Sichtweiten von zum Teil unter zehn Metern erschwere die Suche. Der Einsatz eines Hubschraubers sei unter diesen Bedingungen nur bedingt möglich. Aufgrund von Transponderdaten der Flugsicherung in Salzburg könnte das Gebiet des möglichen Absturzes eingegrenzt werden, sagte der Sprecher. Doch das Gelände in einer Höhe zwischen 900 und 1600 Metern sei oft nur mit Klettern und Abseilen zu durchschreiten. Dabei müssten die Helfer mit großer Sorgfalt vorgehen, um sich nicht selbst zu gefährden.

Für den Mittag rechnen die Einsatzkräfte mit aufklarendem Wetter, sodass Hubschrauber bei der Suche helfen könnten.

Schneizlreuth: Verwirrung um Flugzeugabsturz: Suche nach Wrack geht weiter

Update vom 23. August, 6.10 Uhr: Auch am frühen Freitagmorgen herrscht noch keine Gewissheit. Die ganze Nacht hatten Einsatzkräfte von Bergwacht und Polizei das unwegsame Gelände abgesucht. Offenbar konnte das vermisste Flugzeug nicht gefunden werden, wie bgland24.de berichtet. Ab 7.00 Uhr machen sich die Helfer erneut mit mehreren Hubschraubern und zu Fuß am Boden auf die Suche nach dem Flugzeug, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen sagte. 

Die Suche war am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr aufgrund des dichten Nebels und der Dunkelheit abgebrochen worden. „Heute soll es aufklaren“, sagte der Sprecher. Sie hofften deshalb darauf, das Flugzeug zu finden. Der Einsatz stelle die Spezialisten der Bergwacht und der Polizei vor eine große Herausforderung und berge eine hohe Gefährdung für die Helfer, hieß es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes.

Zeuge hörte Knall: Offenbar Flugzeugabsturz in bayerischen Bergen - Retter suchen nachts weiter

Update 22.45 Uhr: Wie BGLand24.de von einem Sprecher der zuständigen Einsatzzentrale in Rosenheim erfahren hat, wird die Suche nach der Absturzstelle des Kleinflugzeugs auch in der Nacht fortgesetzt - zumindest solange es die Witterung zulässt.

Mutmaßlicher Flugzeug-Absturz bei Schneizlreuth: Hubschrauber-Piloten müssen Einsatz abbrechen

Update 19.42 Uhr: Die Hubschrauber-Piloten, die sich bislang an der Suche nach dem vermutlich abstürzten Kleinflugzeug beteiligten, mussten nun ihren Einsatz abbrechen. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilt, habe sich das Wetter am Abend zunehmend verschlechtert und über 1200 Meter Höhe zog starker Nebel auf. Trotz der widrigen Umstände sind aber weiter mehrere Trupps der Bergwacht und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei im Einsatz, um die Absturzstelle zu lokalisieren. 

Das Polizeipräsidium weist darauf hin, dass die Suche auch für die Spezialisten der Bergwacht und Polizei eine große Herausforderung und eine hohe Gefährdung darstellt.

Scheinbar Flugzeugabsturz bei Schneizlreuth im hochalpinen Gelände - Zeuge hörte Knall

Update 18.40 Uhr: Wie BGLand24.de* berichtet, hätte ein Zeuge einen Knall vernommen. Dies teilte Polizeisprecher Stefan Sonntag dem Nachrichtenportal auf Nachfrage mit. Das mögliche Absturzgebiet im Grenzgebiet um Melleck und Schneizlreuth ist ein hochalpines Gelände. Die Suche der Einsatzkräfte gestalte sich somit schwierig. Zudem erschwere auch noch Nebel die Sicht der Hubschrauberpiloten, meldet BGLand24.de weiter

Offenbar Flugzeugabsturz: Polizei sucht verschwundene Maschine bei Melleck/Schneizlreuth

Schneizlreuth - Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Donnerstagabend mitteilte, läuft derzeit eine großanlegte Suchaktion nach einem offenbar verunglückten Kleinflugzeug. Die einmotorige Maschine mit deutscher Zulassung verschwand gegen 13.45 Uhr vom Radar. Der Flieger war von Tirol nach Salzburg unterwegs. Im Berchtesgadener Land ging der Kontakt zur Maschine verloren. 

Mehrere Hubschrauber und zahlreiche Einsatzkräfte suchen seit dem Nachmittag in dem unwegsamen Gelände nach dem Kleinflugzeug. 

Weitere Abstürze im Sommer im Raum Oberbayern

Im Landkreis Fürstenfeldbruck gab es im August bereits einen verheerenden Flugzeugabsturz, der Pilot (46) verstarb, wie Merkur.de* berichtete. Bei einer weiteren Flugzeug-Tragödie im Wettersteingebirge nahe Garmisch-Partenkirchen starben drei Insassen ums Leben, darunter ein Firmen-Geschäftsführer, wie ebenfalls Merkur.de* berichtete.

Vor den Augen Hunderter Besucher eines Flugfestes bei Altötting ist im Juli ein Kunstflieger 800 Meter in die Tiefe gestürzt und auf dem Boden aufgeschlagen. Kaum zu glauben: Der Pilot überlebte, wie ebenfalls Merkur.de schrieb.

mag

*Merkur.de und BGLan24.de gehören zum bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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