“Aufwendiger Einsatz“

Jäger stürzt 50 Meter in die Tiefe und verletzt sich schwer - es folgt eine komplizierte Rettungsaktion

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Die Reichenhaller Bergwacht transportierte den schwer verletzten Jäger mit einer Rad-Trage zum Rettungsdienst.

Im Bergwald-Gebiet im Vorderen Steinbachtal erlebte ein Jäger einen echten Horror-Sturz. Es war ein aufwendiger Rettungseinsatz nötig.

  • Im Vorderen Steinbachtal bei Schneizlreuth erlebte ein Jäger einen wahren Horror-Sturz über 50 Meter.
  • Der Mann wurde schwerverletzt.
  • Die Bergwacht spricht von einem „aufwendigen Einsatz“.

Schneizlreuth - Die Beschreibung der Rettung klingt wie ein spannender Hollywood-Streifen. Mit dem Unterschied, dass es sich in diesem Fall um die spektakuläre Realität handelt. Noch dazu durchgeführt von ehrenamtlichen Helfern, deren Einsatz wohl nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Jäger stürzt im Vorderen Steinbachtal 50 Meter in die Tiefe: aufwendige Rettung 

Rund dreieinhalb Stunden dauerte der Einsatz, wie der Kreisverband Berchtesgadener Land berichtet. Die Bergwacht selbst spricht von einem „aufwendigen Einsatz“ in Schneizlreuth, genauer gesagt im Vorderen Steinbachtal im Bergwald-Gebiet zwischen Ristfeuchthorn und Sonntagshorn. Dort erlebte ein Jäger einen echten Horror-Sturz.

Der 80-Jährige war bei der Absuche nach einem geschossenen Wild im Steilhang abgerutscht und bis zum Bachufer abgestürzt. Sein Glück: Zwei weitere Jäger waren bei ihm und begaben sich auf die Suche. Dass sie ihren Kollegen im Dunkeln finden konnten, verdanken sie dem Handy-Licht des Verunglückten. Sie fanden ihn gegen 18.30 Uhr und setzten einen Notruf bei der Leitstelle Traunstein ab.

Schneizelreuth: Bergwacht kommt eine Stunde später beim schwerverletzten Jäger an

Die Reichenhaller Bergwacht schickte sofort einen Voraustrupp los, bestehend aus drei Einsatzkräften. Über den Motzenwirt und die Forststraße gelangte das Trio zu einem Ziehweg, wo sie von den beiden Jägern eingewiesen wurden. Zunächst mussten sie den Steilhang absteigen, ehe sie um 19.30 Uhr beim verletzten Jäger ankamen. Zuletzt hatte noch ein Jäger im Olchinger Waldstück wegen eines Todesschusses gegen einen Hund für ein Drama gesorgt.

Derweil kamen im Bergwald-Gebiet des Vorderen Steinbachtals weitere Einsatzkräfte an, die weitere Ausrüstung mitbrachten. In der Zeit versorgte der Bergwacht-Notarzt aus Ruhpolding den verletzten 80-Jährigen schon einmal notfallmedizinisch. Die nächste Herausforderung bestand darin, den Jäger rund 50 Meter weit hochzuziehen.

Nach Sturz: Unterkühlter Jäger mit Rad-Trage zum Rettungsdienst gebracht

Der 80-jährige Jäger war schwer verletzt und noch dazu unterkühlt, wie der Kreisverband Berchtesgadener Land mitteilte. Doch die Bergwacht vom Bayerischen Roten Kreuz konnte ihn mit Hilfe von Flaschen- und Mannschaftszügen nach oben hieven. Dort ging es mit einer Rad-Trage weiter zu den Fahrzeugen, ehe der ältere Mann um 21.30 Uhr im Tal an den Landrettungsdienst übergeben werden konnte. 

Immerhin gab es auch eine gute Nachricht: Die unverletzte Jagd-Hündin des Schwerverletzten konnte aus dem Steilgelände sicher zu den Fahrzeugen zurückgebracht werden. Der Jäger konnte dann vom Ruhrpoldinger Roten Kreuz zum Salzburger Landeskrankenhaus gebracht werden. Der Notarzt der Bergwacht begleitete den Transport. 

Bei einem Sturz am Grünstein kam ein Mann ums Leben, auch Monate später ist seine Identität unklar. Jetzt sucht die Polizei mit einem Foto.

Zwei Urlauber saßen am Donnerstag (21. November) am Teufelskopf bei Ramsau fest. Für die Retter begann ein komplizierter Einsatz - es drohte eine bitterkalte Nacht am Berg.

Raphael Wiesweg

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