Rettunsaktion dauert fünf Stunden 

Engländerinnen geraten am Königssee in Absturzgefahr: Notruf als ein Gewitter aufzieht

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Rettungsaktion in der Nacht.

Zwei Frauen steckten am Kesselbach in absturzgefährlichem Gelände fest. Für die Einsatzkräfte war die Rettung eine Herausforderung. 

Schönau am Königssee- Zwei verstiegene  Engländerinnen mussten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch von Einsatzkräften der Berg-und Wasserwacht aus absturzgefährlichem Gelände am Kesselbach am steilen Ostufer des Königssees gerettet werden. Die Rettungsaktion dauerte circa fünf Stunden. Laut dem Bayerischen Roten Kreuz aus dem Kreisverband Berchtesgardener Land waren die beiden 29-jährigen Londonerinnen  von der Jennerbahn-Talstation über den Malerwinkel-Rundweg zum Königssee aufgebrochen, hatten dann den Königsbach gequert und waren immer weiter südlich in Richtung Salet gegangen. Sie landeten schließlich am Kesselbach und saßen dort bei Dunkelheit in rund 800 Metern zwischen zwei Felsstufen fest. 

Retter haben Probleme zu den Frauen zu gelangen

Unmittelbar bei einem aufziehenden Gewitter ging gegen 20.45 Uhr der Notruf ein. Der Einsatzleiter und die Leitstelle versuchten zunächst per Telefon zu ermitteln, wo genau sich die beiden Frauen befinden. Aufgrund des Unwetters konnte kein Heli mehr zur Suche starten, weshalb die BRK-Wasserwacht die Bergwacht per Boot nach Kessel bringen musste. Die Retter konnten die zwei Verstiegenen bereits vom Boot aus sehen. Mithilfe einer Wärmebildkamera lotste die BRK-Wasserwacht die Bergretter im Gelände vom Boot zu den unverletzten Frauen. Das Gelände verhinderte aber, dass die Retter direkt zu den Frauen gelangten. 

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Einsatz erforderte neun Bergretter und sechs Wasserretter 

Nach mehreren Versuchen konnten die Einsatzkräfte schließlich gegen 23.30 Uhr zu den Engländerinnen vordringen. Währenddessen hatte die BRK Wasserwacht eine zweite Mannschaft und das Team des Technikbusses der Bergwacht-Region Chiemgau abgeholt und nach Kessel gebracht. Eine Drohne mit einer Wärmebildkamera lotste die sechs Retter und die zwei Verstiegenen durch das steile Gelände bis zum Seeufer. Die erste Frau erreichte das Wasserwacht Boot gegen 0.20, die zweite Frau traf circa eine halbe Stunde später ein. Gegen 1.15 waren die Frauen wohlbehalten zurück an der Seelände. Von dort aus fuhren sie mit einem Taxi in ihre Unterkunft. Für den Einsatz waren bis 1.45 neun Bergretter und sechs Wasserretter gefordert. 

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