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Scholz zum Energiemangel: „Haben getan, was man tun konnte“

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G7-Gipfel - Abschluss
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht während einer Pressekonferenz zum Abschluss des G-7-Gipfels. © Michael Kappeler/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz sieht die Vorbereitungen für eine Energieknappheit im Herbst im Plan. „Ich sage, wir haben genau das getan, was man tun kann, und werden noch viele weitere Maßnahmen ergreifen, um uns auf eine sehr schwierige Situation vorzubereiten“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag nach Abschluss des dreitägigen G7-Gipfels in der ARD.

Elmau - Er nannte unter anderem die Pflicht, die Gasspeicher vor dem Winter zu füllen, den Bau von Flüssiggasterminals und Pipelines an der Küste und die Rückkehr zu Kohlekraft.

Die Frage, ob er für den Winter warme Wohnungen in Deutschland garantiere, ließ Scholz offen. Auf die Frage, ob er Energiespartipps wie kürzeres Duschen oder eine geringere Raumtemperatur habe, sagte der Kanzler nur: „Nö“. Er fügte hinzu: „Wir werden uns alle mit diesen Fragen beschäftigen müssen, wenn es so ist, dass wir ein Problem haben, dass nicht genug Energie zur Verfügung steht. Gegenwärtig haben wir genug, das gehört ja auch dazu.“

Beim Sender „Welt“ zeigte sich Scholz erneut skeptisch zu einer Laufzeitverlängerung der drei noch aktiven Atomkraftwerke, die Ende des Jahres vom Netz gehen sollen. Es sei nicht trivial, neue Brennstäbe zu beschaffen, sagte der Kanzler. Auch eine Freigabe des Gas-Frackings - dabei wird schwer zugängliches Gas mit Hilfe von Chemikalien aus Gestein gelöst - werde bei der Lösung der Gasknappheit in den nächsten ein bis zwei Jahren nicht helfen. Deutschland setze auf den raschen Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind an Land und auf See sowie Solarkraft.

Scholz hatte den Gipfel der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte auf Schloss Elmau in Bayern seit Sonntag geleitet. Vereinbart wurden unter anderem die weitere Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg, die Vorbereitung weiterer Sanktionen gegen Russland, Hilfen gegen die Hungerkrise und Anstrengungen gegen den Klimawandel. dpa

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