Weitere krasse Fälle aus dem Freistaat

Bei Nachbarschaftsstreit in Schongau Autos angezündet - Urteil gefallen

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Im Juli 2018 setzte ein Schongauer das Auto seines Nachbarn in Brand, versehentlich das von dessen Tochter gleich mit

Zwei abgebrannte Autos wegen einer ständig belegten Wäscheleine: Ein Nachbarschaftsstreit der besonders heftigen Art hat unlängst das Landgericht München II beschäftigt.

Schongau – Jetzt verurteilte die Strafkammer einen 71-jährigen Schongauer wegen vorsätzlicher Brandstiftung in zwei Fällen, aber auch wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften zu drei Jahren und einem Monat Freiheitsstrafe. Die Richter sahen es als erwiesen, dass der Mann aus Rache an seinem Nachbarn dessen Fahrzeug anzündete. Die Flammen griffen auf den daneben geparkten Wagen über. Er gehörte der Tochter des Nachbarn. An beiden Autos entstand Totalschaden im Wert von insgesamt 68 500 Euro. Zudem waren auf dem Handy des Mannes Kinderpornos gefunden worden. 

Es war nicht der einzige krasse Nachbarschaftsstreit im Freistaat. Eine kleine Auswahl:

 ▶ Vor wenigen Tagen leitete ein 77-Jähriger in Sachsenkam (Bad Tölz) Motorroller-Abgase per Schlauch durchs Fenster in den Toilettenraum seines Nachbarn. Der hatte ihn oft geärgert, weil er im Garten laut sein Motorrad gestartet hatte. Jetzt wird wegen des Versuchs gefährlicher Körperverletzung gegen ihn ermittelt. 

▶ In Holzkirchen (Kreis Miesbach) klagt ein Unternehmer gegen seine Nachbarin, eine Landwirtin. Regina Killer soll ihren Kühen die Glocken abnehmen. Bisher klagen der Unternehmer und seine Frau in mehreren Instanzen erfolglos. 

▶ Ein Ehepaar aus Haiming (Altötting) ist derweil in die Schusslinie geraten: Das Paar hat sein Haus neben einem Golfplatz gebaut. Von Abschlag 9 krachen seitdem Querschläger an Haus und Zaun. Abhilfe könnte ein Fangnetz schaffen – das wollen die daneben gelegenen Nachbarn allerdings nicht und drohen mit Klage. Den Abschlag zu verlegen, ist für den Golfclub keine Option. Die Lage ist vertrackt. 

▶ In Peiting (Kreis Weilheim-Schongau) tobte vor 13 Jahren ein Kampf ums liebe Vieh. Ein Ehepaar hatte einen Gockel, der die Nachbarn in den Wahnsinn trieb. Die Wut ging so weit, dass Eier an die Fassade der Gockel-Halterin flogen. Aber nicht nur das Gekrähe stank den Nachbarn: Das Paar hielt zwei Kälber, die umliegenden Anwohner beschwerten sich über den Gestank. Das Landratsamt musste einschreiten.

wal/aw/kb

Gleichmehrere Verfahren hat ein 38-jähriger Mann aus Serbien seit Donnerstag am Hals.

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