Aus dem Dach loderten Flammen

Während Beerdigung: Aussegnungshalle brennt

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Brand in Schongauer Aussegnungshalle: Der Pfarrer dürfte erleichtert gewesen sein, dass alles so glimpflich ablief.

Schongau - Alarm am Nachmittag: Mitten während einer Beerdigungs-Zeremonie schlugen am Freitag plötzlich Flammen aus dem Dachstuhl der Aussegnungshalle am Schongauer Waldfriedhof.

Es war unmittelbar während einer feierlichen Beerdigung, als beim Schongauer Kommandanten Werner Berchtold der Notruf einging. Ein Feuerwehrmann, der selbst bei der Beerdigung anwesend war, versorgte seinen Kommandanten mit den notwendigen Vorab-Informationen. Parallel wurde die Aussegnungshalle evakuiert, Menschen kamen nicht zu schaden. Wie Berchtold gegenüber unserer Zeitung erläuterte, schlugen beim Eintreffen der Wehr Flammen aus dem Dach. Da die Wehrmänner vom Erdgeschoss aus nicht zum Brandherd vordringen konnten, kam die Drehleiter zum Einsatz, von der aus Männer mit schwerem Atemschutz die Flammen bekämpften. Das Feuer wurde dabei mittels Hohlstrahlrohr abgelöscht. „Das war in einigen Minuten erledigt, doch es rauchte weiterhin“, erläuterte Berchtold. Bei genauerer Untersuchung stellte sich schließlich heraus, dass unter der Blechverkleidung auf dem Dach die Isolierung in Brand geraten war. Als ursächlich dafür sieht die Wehr die elektrische Dachrinnenheizung. deren Fallrohr mit Laub und Geäst verstopft war, das Feuer gefangen hatte. Der Schongauer Kommandant schätzt den Sachschaden auf etwa 10 000 Euro. Vergleichsweise niedrig, was damit zu tun hat, dass im Innenraum keinerlei Schäden auftraten. Die Schongauer Wehr war mit 30 Mann vor Ort, ein kompletter Löschzug mit vier Fahrzeugen kam zum Einsatz.

Der Leiter der Schongauer Friedhofsverwaltung, Reinhold Jaser, saß gerade daheim auf der Terrasse, als er einen Anruf des Beerdigungsinstituts Echter erhielt, dass ihn über das Feuer in Kenntnis setzte. Er nahm daraufhin umgehend Kontakt zum städtischen Hochbaureferenten Thomas Ola auf, der sich um einen Elektriker kümmerte, damit die Heizung schnell abgeschaltet werden konnte. Zudem gab Ola in Auftrag, dass das Dach schnellstmöglich geschlossen werden müsse. Reinhold Jaser: „bei allem Unglück haben wir noch Glück gehabt, dass es nicht schlimmer ausgegangen ist.“

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