Nazis machen provokantes Angebot

Rechten-Immobilie als Asylanten-Wohnheim?

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Karl-Heinz Hoffmann.

Schweinfurt - Flüchtlinge in eine inzwischen abgelehnte „Landesparteizentrale“ von Rechtsextremen? Mit Karl-Heinz Hoffmann von der gleichnamigen Wehrsportgruppe als Betreuer? Dieses Angebot sorgt für Wirbel.

Die Inhaberin eines ehemaligen Gasthofes hat dem Landkreis Schweinfurt eine von der rechten Szene genutzte Immobilie als „Asylanten-Wohnheim für mohammedanische Flüchtlinge“ angeboten. Zudem regte sie in ihrer Anfrage ans Landrats­amt an, dass Hoffmann „die soziale Betreuung und Fürsorge der untergebrachten Asylbewerber übernehmen“ könne.

Landrat Florian Töpper (SPD) ließ sich nicht auf die Offerte ein. Er habe das provokante Angebot abgelehnt, ließ er seine Sprecherin ausrichten. Die Besitzerin habe „offensichtlich enge geschäftliche Verbindungen“ zu einem Mitbegründer der als verfassungsfeindlich verbotenen Gruppierung Wehrsportgruppe Hoffmann aus den 1980er-Jahren.

Der Gasthof im Kolitzheimer Ortsteil Stammheim sollte vom Landesverband der rechtsextremen Partei Die Rechte als Zentrale genutzt werden. Der Kreis verhängte ein Nutzungsverbot, das das Verwaltungsgericht Würzburg bestätigte. Die Rechte gilt als Sammelbecken für Neonazi-Kameradschaften.

mc

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