Sensationelle Grabungen in Mittenwald

Führt dieses Notenblatt zum Nazi-Schatz?

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Das rätselhafte Notenblatt mit den Runen und Zeichen (rot eingekreist). Rechts: Leon Giesen am Ort der Schatz-Bohrung

Mittenwald - Mitten in Mittenwald kommt es zu sensationellen Grabungen. Ein altes Notenblatt mit mysteriösen Hinweisen könnte zu einem Nazi-Goldschatz führen.

Auf den ersten Blick sieht das Stück Papier aus wie ein normales Notenblatt. Ein Marsch Impromptu von Federlein ist dort festgehalten. Alt ist es und abgegriffen. Dann aber sieht man sie, die Sätze über den Noten: „Wo Matthias Die Saiten Streichelt“ steht da, dann „„Edelweiß über Schwarzwald“, „Enden der Tanz“ – dazwischen immer wieder Runen. Was soll das bedeuten? Wenn der Holländer Leon Giesen Recht hat, dann hat Adolf Hitlers Privatsekretär Martin Bormann die Zeichen und Worte höchstpersönlich hinzugefügt – vor fast 70 Jahren. Wozu? Um eine Schatzkarte zum versteckten Nazigold anzufertigen – und das liegt mitten in Mittenwald!

Das verschollene Nazigold – wie oft wurde danach schon vergebens gesucht. Doch an Giesens Geschichte könnte wirklich etwas dran sein. Jedenfalls hat der Gemeinderat von Mittenwald nun schon Bohrungen an der gefundenen Stelle genehmigt.

Doch der Reihe nach: Es ist 1945, kurz vor Ende des Krieges. Bormann wird von Hitler beauftragt, dafür zu sorgen, dass den Alliierten das Gold der Nazis nicht in die Hände fällt. Die Legende sagt nun, dass ersterer die Rätsel-Karte anfertigt und einen Pfarrer bittet, diese nach München zu bringen. Dort kommt sie aber nie an. Jahre später taucht sie in Holland auf, gelangt später in die Hände eines Journalisten. Der veröffentlichte das Notenblatt dann vor einigen Jahren im Internet, niemand konnte es enträtseln – bis Leon Giesen kam.

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„Der Satz „Wo Matthias Die Saiten Streichelt“ deutet klar auf Mittenwald hin“, so der Hobbyforscher. Denn mit dem Genannten sei der berühmte Geigenbauer Matthias Klotz gemeint. Anhand der Runen könne man zudem noch eine Karte entwerfen. Um es kurz zu machen: Das Geheimversteck ist dort, wo früher die Prellböcke der alten Zugstrecke standen. Heute ist dort eine Asphaltstraße. Die Gemeinde Mittenwald fand die Karte jedenfalls so überzeugend, dass sie Bohrungen genehmigte.

Zahlen muss für diese natürlich Leon Giesen selbst. Drei Löcher wurden schon in die Straße gedrillt, um zu sehen, was darunter liegt. Und tatsächlich: Man stieß auf „merkwürdige Fremdkörper aus Metall“ – es könnten alte Kisten sein.

„Ich bin auf der richtigen Spur“, ist sich Giesen auf jeden Fall sicher. Die Proben werden nun in Holland in einem Labor genau ausgewertet. „Bald wird sich zeigen, ob ich mit meiner Ortsangabe ins Schwarze getroffen habe.“ Wenn das wirklich der Fall sein sollte, dürfte Indiana Jones vor Neid erblassen …

tz

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