Erotische Treffen

Sex im Amt: Landrat Adam gibt alles zu

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Landrat Michael Adam (SPD)

Regen - Der Regener Landrat Michael Adam (SPD) hat sich öffentlich für eine Sex-Affäre entschuldigt. Er gab am Wochenende zu, in seinem Büro erotische Treffen mit einem Liebhaber gehabt zu haben.

Landrat Michael Adam vom Kreis Regen vertritt seine Meinungen offen, gerne auch provokant. Ob er sich mit Leserbriefschreibern anlegt oder gleich mit der Führungsriege seiner bayerischen SPD („Ja-Sager und Speichellecker“). So hat er sich über die Zeit Kritiker geschaffen, und wohl auch Feinde. Denn seit Sonntag wird Adam, der in eingetragener Partnerschaft mit einem Mann lebt, mit dem Wort Sex-Skandal in Verbindung gebracht. Das wird ihm vorgeworfen: Die Passauer Gratiszeitung Am Sonntag berichtete auf der Seite 1 eben mit dem Titel „Sex-Skandal um Landrat!“ von einer Affäre des erst 28-jährigen Politikers. Demnach sei es in der Behörde zum Sex mit einem jungen Mann gekommen. Am Nachmittag räumte der Landrat die Sex-Vorwürfe weitgehend ein.

Die Zeitung hatte berichtet, dass sich Adam mit einem Mann (20) im Landratsamt von Dezember 2012 bis zum heurigen Spätsommer zum Sex getroffen habe. Adam habe den 20-Jährigen, den er über ein Dating-Portal kennengelernt, zuvor mit seinem Dienstwagen abgeholt. In einem Konferenzimmer der Behörde soll es dann zum Geschlechtsverkehr gekommen sein. Die Bild am Sonntag griff das Thema auf und berichtete ebenfalls auf Seite 1 und mit Schlagzeile von der Affäre des Bayerwaldlers, diesmal der Titel: „Bayerischer Landrat. Sex im Amt“.

In der BamS wird genauer auf die Stelldicheins eingegangen – es habe sich laut des Mannes, um drei Treffen gehandelt, während des Sex auf einer Couch soll Landrat Adam auch das Stimulans Poppers verwendet haben, der Stoff hat aphrodisierende Wirkung. Ein Besitz ist legal, der Verkauf aufgrund Arzneimittelcharakters nicht.

Adam meldete sich am Nachmittag mit einer ausführlichen Stellungnahme. „Ja, es ist richtig, dass ich eine Affäre mit einem jungen Mann hatte und es ist auch richtig, dass es auch in meinem Büro zu Begegnungen kam. Beides bedauere ich sehr. Beides hat aber nichts mit meinem Amtsaufgaben zu tun und beides ist moralisch möglicherweise verwerflich, aber nicht strafbar. Es war in moralischer Hinsicht ein Fehler von mir, dass ich private Treffen in meinem Büro abgehalten habe. Rechtlich zu beanstanden ist dies in keinster Weise.“

Ferner bedauert er, dass er seinen Lebenspartner in so eine belastende Situation gebracht habe. „Und ich möchte mich jetzt auch öffentlich bei ihm entschuldigen.“ Zum Vorwurf des Drogenkomsums. „Hier möchte ich feststellen, dass ich noch nie Drogen konsumiert habe.“

Erst vor wenigen Tage musste Adam Stellung beziehen, er habe eine Affäre mit einem jungen Mann, dem er bei Facebook bei einem Streit mit Türstehern beistand. Der Mann soll von der Security beim Wildbieseln verprügelt worden sein. Adam hatte sich darauf mit der Szene via Facebook mit der Szene angelegt: „Die Mehrheit der Türsteher vor den größeren Bayerwald-Diskotheken ist offensichtlich komplett gehirnamputiert.“ Als Folge fing er sich eine Anzeige des Securityunternehmers ein, wegen Verleumdung, Beleidigung und Rufschädigung.

Kann Adam im Amt bleiben? Er spricht von „Fehlverhalten. Ich werde aus den Vorfällen lernen und in meiner persönlichen Lebensführung Konsequenzen ziehen.“ Er vermutet jedoch auch eine gezielte Kampagne gegen sich, die darauf angelegt sei, ihm politisch zu schaden. „Denn mir ist nicht ersichtlich, warum ich mich als einer von vielen hunderten Landräten bundesweit in den Medien für mein Privatleben erklären muss.“

Gestern hätte er in seiner Heimat Bodenmais bei der Verleihung des Tourismus Award Bayerischer Wald 2013 anwesend sein sollen. Doch er sagte ab und kündigte an, dass sein Handy erstmal ausgeschaltet bleibt. Er wolle mit seinen Partner in den Urlaub fahren.

mc

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