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Ski-Star Hilde Gerg trauert um ihren Mann

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Hilde Gerg mit ihrem Mann Wolfgang Graßl sowie den Kindern Anna und Wolfgang. © fkn

Schönau - Schlimmer Schicksalsschlag für das ehemalige Ski-Ass Hilde Gerg (34): Am Montag hat die sechsfache Medaillensiegerin ihren Mann Wolfgang Graßl (40) verloren. Eine Meldung von "Blickpunkt Sport" des BR wurde gegenüber der tz bestätigt.

Nach tz-Informationen erlag der 40-Jährige einem Herzleiden.

Graßl war als Koordinator an den Christopherusschulen in Schönau am Königssee tätig – einem Sportinternat, aus der schon zahlreiche Skitalente wie Maria Riesch und Evi Sachenbacher hervorgingen. Auf dem Heimweg von den Christopherusschulen soll Wolfgang Graßl mit dem Auto auf einen Parkplatz bei Schönau gefahren sein, offenbar war ihm übel. Dann soll er ausgestiegen und umgefallen sein. Obwohl ihm andere Autofahrer halfen bzw. die Rettung alarmierten, erlag er offenbar noch am Parkplatz seinem Leiden. Er soll schon als Dreijähriger am Herzen operiert worden sein.

Der Schönauer hinterlässt neben seiner Frau zwei kleine Kinder: Anna (3) und Wolfgang (1). Die aus Lenggries im Tölzer Land stammende Hilde Gerg hatte am 21. November 2005 nach einer schweren Verletzung ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt. Seit Januar 2006 arbeitet sie als Co-Kommentatorin bei Skiübertragungen im ZDF. Mit ihrem Mann betrieb sie eine Pension in Schönau am Königssee.

Beim Deutschen Skiverband ist der Schock riesig; „Ich habe mit der Hilde gesprochen. Was soll man da sagen. Er war ein super Sportler, musste aber wegen einer Verletzung früh die Arbeit beenden und wurde Skitrainer,“ so DSV-Sprecher Ralph Eder zur tz.

Peter Fischer, Chef des Organisationskomitees der Ski-Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen hatte erst beim Weltcup-Finale Mitte März mit Hilde Gerg gesprochen, er reagierte völlig fassungslos auf die Todesnachricht ihre Ehemannes: „So etwas ist total tragisch, wenn so ein junger Mensch stirbt und eine junge Familie auseinander gerissen wird. Das ist das schlimmste, was passieren kann.“

Bürgermeister: "Furchtbarer Schicksalsschlag"

Auch im Ort hat sich die Todesnachricht in Windeseile herumgesprochen. Bürgermeister Stefan Kurz: „Es ist ein furchtbarer Schicksalsschlag für die Hilde und ihre Kinder.“ Schulleiter Thomas Schröder-Klementa ist völlig geschockt: „Mir fehlen die Worte, es berührt mich auf ganz schreckliche Weise.“ Wolfgang Graßl war mit Hilde Gerg zuletzt bei den Olympischen Spielen in Vancouver dabei, um das DSV-Team zu betreuen.

Endlose Trauer auch bei den Fans: Auf der Internetseite von Hilde Gerg stehen schon Minuten nach der Todesnachricht, die die Sendung "Blickpunkt Sport" des Bayerischen Fernsehens als erste vermeldete, die ersten Beileidbekundungen im Gästebuch. Die Fans sind geschockt. „Es lief uns eiskalt den Rücken hinunter“, schreibt Andreas Beier aus Sachsen. „Ich wünsche ihnen und ihrer Familie Stärke und Kraft“, schreibt Marion. Auch Stefan aus München drückt sein „tiefes Mitgefühl“ aus. Die Fans wollen Hilde in dieser schweren Stunde nicht alleine lassen, „auch wenn keine Worte sie jetzt trösten.“

J. Welte/K. Bitz

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