Todessturz am Brauneck

Skifahrer (26) stirbt nach Frontalzusammenstoß

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Am Brauneck ist am Dienstag ein Skifahrer tödlich verunglückt.

Lenggries - Schreckliches Unglück am Brauneck: Am späten Dienstagvormittag sind zwei junge Skifahrer auf der Piste frontal zusammengestoßen, einer der beiden überlebte den Unfall nicht.

In jeder freien Minute zog es Robert E. aus Waakirchen (Landkreis Miesbach) in die Berge. Ob Skifahren, Skitouren oder im Sommer Radfahren: Der 26-Jährige liebte die Natur und seine Hausberge. Am Faschingsdienstag endete sein Ausflug zum Brauneck tödlich: Der Fliesenleger prallte nach einem schrecklichen Unfall ungebremst gegen eine Schneekanone. Die Rettungsversuche waren vergeblich.

Gegen 8.30 Uhr macht sich Robert E. auf den Weg. Die Bedingungen am Berg sind ideal, die Sonne steht schon hoch am Himmel. Der Schnee ist fest, die Piste gut präpariert. Um 8.50 Uhr fährt er den Lenggrieser Hang unterhalb der Kotalm hinab, er ist schnell dran. Und das wird dem Sportler offenbar zum Verhängnis.

Denn nur wenige Meter vor ihm fahren zwei junge Mädchen (18, 20) gemächlich den Hang hinab. Laut Polizei ist Robert mit „hoher Geschwindigkeit“ unterwegs und kann nicht mehr rechtzeitig bremsen. Er prallt mit der 20-jährigen Skifahrerin zusammen. Beide stürzen. Doch während das Mädchen sich mehrfach überschlägt und links neben der Piste im Schnee liegen bleibt, wird Robert nach rechts gegen die Schneelanze geschleudert. Die Wucht des Aufpralls ist enorm. Obwohl sofort Rettungskräfte und Hubschrauber am Unfallort eintreffen und versuchen, den 26-Jährigen zu reanimieren, sind alle Maßnahmen vergeblich. Die Kopfverletzungen sind zu schwer, der Waakirchener stirbt wenig später im Unfallkrankenhaus Murnau. Das Mädchen erleidet leichte Verletzungen.

Skifahrer stirbt am Brauneck: Bilder

Der tragische Unfall sprach sich schnell im gesamten Skigebiet herum. Auch ein Nachbar von Robert E. erfuhr noch am Berg vom schrecklichen Unglück. Er hatte den gelernten Fliesenleger morgens am Parkplatz getroffen. „Robert freute sich richtig aufs Skifahren“, sagte eine Bekannte gegenüber der tz. Als er mittags aber nicht auf der Hütte zum Essen auftauchte, wunderten sich seine Freunde bereits.

Der Schock über den Tod des Waakirchners sitzt tief. Der 26-Jährige war im Ort beliebt. Jahrelang spielte er im Fußballverein, trainierte die Jugend und war bei fast allen Bewohnern bekannt.

Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl sagte dem Münchner Merkur: „Ich bin völlig geschockt. Der Robert war immer überall dabei und hat sich sehr eingebracht für die Dorfgemeinschaft. Er war auch sehr ehrgeizig und hat seinen Berufsweg zielstrebig verfolgt. Sein Tod ist ein riesiger Verlust für den ganzen Ort.“

AW

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