Todesdrama am Steckenberg

Skilehrer kommt bei Vereinsmeisterschaft ums Leben

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Die Piste am Steckenberg: Der Rennläufer war fast schon im Ziel, als sich das Unglück ereignete.

München - Nur noch 20 Meter war das Ziel entfernt. Gerhard I. war schon da so gut wie Peitinger Skimeister 2015. Nur noch ein Tor. Und da passierte das Unglück...

Der 52-jährige Skilehrer stürzte beim Passieren der letzten Stange, es schlug ihn richtig auf die Piste des Steckenbergs, danach rutschte er bis in den Zielraum. Laut Zeugenaussagen soll er sich dort kurz aufgerichtet haben, er kippte dann aber auf die Seite und wurde schließlich bewusstlos. Nach dramatischen Rettungsversuchen starb der Wintersportler später in der Unfallklinik Murnau an inneren Verletzungen. Gerhard I. ist damit das zweite Todesopfer binnen einer Woche auf einer heimischen Piste: Am Faschingsdienstag erlag ein 26-Jähriger Verletzungen, die er bei einer Kollision auf dem Brauneck erlitten hatte (tz berichtete).

Die Mitglieder des Wintersportvereins Peiting, der das Skirennen am Samstag ausrichtete, sind geschockt. Viele von ihnen haben das Drama miterleben müssen.

Zunächst war Gerhard I. nach dem Sturz sogar ansprechbar gewesen. Zufällig hielt sich eine Krankenschwester im Zielraum auf, und die erkannte den Ernst der Lage sofort. Gemeinsam mit Mitgliedern der Bergwacht aus Unterammergau kämpfte die Helferin um das Leben des 52-Jährigen. Ein Hubschrauber wurde angefordert. Zu dieser Zeit konnte der Patient bereits nicht mehr selbstständig atmen – Reanimation. Notarzt und Sanitäter machten im Hubschrauber weiter, in Murnau stellte sich heraus: Es war vergebens. Gerhard I, hatte wohl einen Aortenabriss erlitten.

Auf der Piste wurden Freunde und Angehörige des verunglückten Skilehrers durch das Kriseninterventionsteam der Bergwacht Bayern betreut, das Rennen wurde sofort abgebrochen. Wie konnte es nur zu diesem tragischen Unfall kommen? „Der Gerhard war ein hervorragender Skifahrer. Und immer verantwortungsbewusst“, sagte Hubert Bock, zweiter Vorsitzender des WSV Peiting-Ramsau und ein guter Freund des Verunglückten. Vielleicht hat der 52-jährige Skirennläufer vom Tor einen Schlag abbekommen, der ihn aus dem Gleichgewicht brachte. Oder er blieb mit den scharfen Kanten im Schnee hängen. Am Können hat es Gerhard I. jedenfalls nicht gefehlt. Er war Trainer und Skilehrer bei einer Skischule – und dies schon seit 20 Jahren.

mg/mc

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