Klage abgewiesen

Zu spät operiert? Patient fordert 150.000 Euro Schmerzensgeld

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Patient Michael E.

Regensburg - Nach einer Dickdarmentzündung im Frühsommer 2010 leidet Michael E. (Name geändert) im Zwieseler Krankenhaus. Seiner Meinung nach warteten die Ärzte zu lange mit einer OP und er verklagte die Klinik.

Mit Bauchschmerzen fing alles an. Doch im Frühsommer 2010 spitzte sich die Situation von Michael E. (Name geändert) dramatisch zu: Aufgrund einer Dickdarmentzündung musste er ins Zwieseler Krankenhaus, wo er Ende Mai 2010 zwei Wochen lang behandelt wurde. „Ich konnte meinen Hosenbund nicht mehr zumachen, so aufgebläht war mein Bauch. An Schlaf war nicht mehr zu denken“, sagt Michael E. Hätten die Ärzte ihn deshalb sofort operieren müssen? Das jedenfalls glaubt Michael E., dem kurz darauf in der Uniklinik Regensburg ein künstlicher Ausgang gelegt wurde. Er verklagte die Klinik in Zwiesel vor dem Oberlandesgericht und will 150 000 Euro Schmerzensgeld. „Denn bis heute leide ich an den Folgen und muss bis zu 30 Mal pro Tag zur Toilette. Wenn man mir die OP sofort vorgeschlagen hätte, hätte ich mich dafür entschieden. Dann wären die schlimmen Nebenwirkungen auch nicht eingetreten.“ Am OLG hatte er gestern aber kein Glück. Die Begründung des Richters: Es geht um einen Aufklärungs- und nicht um einen Behandlungsfehler – damit liegt die Beweislast beim Kläger.

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