Missbrauchsprozess:

Staatsanwalt fordert mehr als vier Jahre Haft

Würzburg - Im Prozess um den mutmaßlichen Missbrauch eines Mädchens steht es auch Ende der Verhandlungen Aussage gegen Aussage.

Im Würzburger Prozess um den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch eines 8-jährigen Mädchens steht auch zum Ende der Hauptverhandlung Aussage gegen Aussage. Die Staatsanwaltschaft forderte am Dienstag vier Jahre und drei Monate Gefängnis für den Vater des Kindes. Staatsanwalt Thorsten Seebach sah es als erwiesen an, dass der heute 38-Jährige sich vor zwei Jahren bei einem Wochenendbesuch seiner beiden Töchter schwer an dem Mädchen vergangen habe. Der Angeklagte beteuerte vor dem Landgericht seine Unschuld, sein Verteidiger forderte einen Freispruch. „Es gibt keine objektiven Feststellungen zu irgendetwas“, betonte der Anwalt.

Die Anklage stützt sich wesentlich auf die Aussage des Mädchens vor Gericht. Einige seiner ursprünglichen Vorwürfe ließ der Staatsanwalt auf Basis der Einschätzung einer Gutachterin allerdings fallen, darunter den des Geschlechtsverkehrs. Die Verteidigung argumentierte, in der Aussage des Kindes habe es erhebliche Brüche gegeben. Der Angeklagte ist mehrfach wegen Betrugs vorbestraft und hatte kurz vor dem fraglichen Wochenende eine längere Haftstrafe abgesessen. Das Urteil soll an diesem Freitag verkündet werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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