Nach Weggang von Kurt Griebl

Straubinger OB Pannermayr soll neuer Städtetags-Chef werden

Markus Pannermayr (CSU), Oberbürgermeister von Straubing
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Markus Pannermayr (CSU), Oberbürgermeister von Straubing

Markus Pannermayr (CSU), Oberbürgermeister von Straubing, soll der neue bayerische Städtetags-Chef werden. Der 49-Jährige tritt damit in die Fußtstapfen von Kurt Gribl, der das Amt abgeben möchte.

  • Markus Pannermayr (CSU) soll neuer Städtetags-Chef in Bayern werden.
  • Der 49-Jährige ist der Oberbürgermeister von Straubing.
  • Die Wahl findet am 14. Juli in Regensburg statt.

München/Straubing – Der bayerische Städtetag bekommt eine neue Führungsspitze. Der Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) soll nach Informationen des Münchner Merkur den Vorsitz übernehmen. Der 49-Jährige ist seit 2008 Rathauschef und wurde erst bei der Kommunalwahl im März eindrucksvoll mit über 73 Prozent für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Für den Städtetag ist der personelle Wechsel ein Umbruch und mit etwas Risiko behaftet. Der ehemalige Gymnasiallehrer (Biologie, Chemie) gilt innerhalb der CSU als Naturtalent, überregionale Ambitionen hatte er bisher jedoch nicht entfaltet. Er tritt in große Fußstapfen, seine Vorgänger wie Josef Deimer (Landshut) oder Ulrich Maly (Nürnberg) hatten die Städte mit Wucht vertreten und es auch auf Krach mit Staatsministern ankommen lassen. Des öfteren knirscht es im Gebälk, vornehmlich dann, wenn um Geld gestritten wird. Pannermayr, der in Straubing geboren und dort auch aufgewachsen ist, wird nun mitten in der Corona-Krise mit dem Finanzminister um die knapper werdenden Finanzmittel für die Städte feilschen und allgemein mit dem Söder-Kabinett auf Augenhöhe verhandeln müssen.

Städtetags-Chef in Bayern: Markus Pannermayr (49) von der CSU im Gespräch

Es hatte nach der Kommunalwahl einige Zeit gedauert, ehe sich die Städtetags-Spitze neu formierte. Weil der bisherige Präsident, Augsburgs bisheriger OB Kurt Gribl (CSU), nicht mehr kandidierte, musste das CSU-Lager einen Nachfolger auskundschaften. Der Städtetags-Vorsitz rotiert regelmäßig zwischen den politischen Lagern, derzeit hat die CSU das mehrmalige Vorschlagsrecht.

Auch die Freien Wähler, denen der zweite stellvertretende Vorsitzende zusteht, mussten sich auf die Suche begeben – der ehemalige Dingolfinger OB Josef Pellkofer hat sich aus der Kommunalpolitik zurückgezogen. Nun kommt wieder mal ein Oberbayern zum Zug: Auf dem Ticket der kleineren Gruppierungen, die die Freien Wähler, Grünen, FDP und andere unabhängige Gruppen umfassen, wird Weilheims Bürgermeister Markus Loth von der Gruppierung „Bürger für Weilheim“ kandidieren. Er ist seit 18 Jahren Rathauschef. Der Dritte im Bunde hat im Städtetags-Gremium schon Erfahrung: Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) dürfte wie bisher wieder erster Stellvertreter werden.

Wahl zum bayerischen Städtetags-Chef am 14. Juli in Regensburg

Die Wahl der Städtetags-spitze am 14. Juli in Regensburg gilt aufgrund der Absprachen im Vorfeld als Formsache. Ungewöhnlich allerdings: Die Versammlung mit rund 200 Delegierten wird in der Eishalle stattfinden – um Corona-bedingt Abstände zu wahren.

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