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Nach Stimmzettelschwund

Starnberger wählen neuen Stadtrat - CSU unter 20 Prozent

Starnberg - Vor einem Jahr hat das Landratsamt die Stadtratswahl für ungültig erklärt. Acht Stimmzettel waren verschwunden. Jetzt haben die Starnberger einen neuen Stadtrat gewählt.

Bei der behördlich erzwungenen Wiederholung der Starnberger Stadtratswahl hat die CSU ihre Spitzenposition verloren. Die Christsozialen büßten am Sonntag einen Sitz im Ratsgremium ein und müssen sich nun mit sechs Mandaten begnügen. Stärkste Kraft wurde das „Bündnis Mitte Starnberg“ (BMS). Es bekam 20,9 Prozent der Stimmen, die CSU sank mit 19,8 Prozent unter die 20-Prozent-Marke. An Sitzen liegt das BMS mit CSU und Wählergemeinschaft Pro Starnberg (WPS) gleichauf, die jeweils sechs Mandate errangen.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) verlor einen Sitz und hat jetzt noch drei Mandate. Die Grünen blieben mit drei, SPD, FDP und Bürgerliste Starnberg (BLS) mit je zwei Mandaten unverändert. Die Beteiligung der 18 400 Wahlberechtigten lag nach dem am späten Abend veröffentlichten vorläufigen Endergebnis bei 48,8 Prozent.

Das Landratsamt Starnberg hatte die Wahl vom März 2014 in der 23 000 Einwohner zählenden Kreisstadt wegen acht verschwundener Stimmzettel für ungültig erklärt. Es war nicht auszuschließen, dass die Sitzverteilung im 30-köpfigen Stadtrat dadurch falsch ist. Denn schon wenige Stimmen hätten zu einer Verschiebung der Sitzverteilung zwischen CSU und BMS führen können, lautete das Argument der Behörde. Die CSU war damals auf sieben Sitze gekommen, die BMS auf fünf.

dpa

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