Stau, Strafzettel und fliegende Fäuste

„Die reinste Anarchie“: Badegäste verursachen an vielen Seen Park-Chaos

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Absolutes Chaos: So wie am Karlsfelder See im Kreis Dachau ging am Wochenende vielerorts zu.

Vielerorts hatte das Badewetter am Wochenende eine anstrengende Seite: An den Seen gab es ein großes Parkchaos. Und das hat nicht nur die Autofahrer Nerven gekostet.

München - Am Feringasee in Unterföhring (Kreis München) mussten am Sonntag 20 Autos abgeschleppt werden, die unberechtigt auf Behindertenparkplätzen gestanden hatten. Geparkt waren die Autos auch auf beiden Seiten eines Weges, der landwirtschaftlichen Fahrzeugen vorbehalten ist. Die Landwirte mussten sich millimeterweise mit ihren Fahrzeugen durchkämpfen.

„Vor allem am Sonntag herrschte reinste Anarchie“

Auch in Erding lösten die Badegäste Chaos aus. Am Kronthaler Weiher waren etliche Rettungswege zugeparkt. „Vor allem am Sonntag herrschte reinste Anarchie“, sagt Bernd Janowsky, der Vorsitzende der Wasserwacht Erding. Selbst wenn die Rettungsfahrzeuge noch durchkommen würden, könnten die Einsatzkräfte dadurch lebensrettende Sekunden verlieren, betont er. Auch das Gerätelager der Feuerwehren war nicht mehr erreichbar. Zwar wurden etliche Strafzettel verteilt, Janowsky fordert jedoch, dass künftig konsequent abgeschleppt werde. Noch etwas anderes bereitet ihm Sorgen: „Die Menschen werden immer aggressiver. Weist man sie auf etwas hin, wird man blöd angeredet.“

Am Starnberger See fliegen die Fäuste

Am Starnberger See blieb es nicht nur bei bösen Worten – dort flogen wegen der Parksituation sogar die Fäuste. Zwei Autofahrer stritten sich am Sonntag in Possenhofen um eine Parklücke. Schließlich schlug einer dem anderen mit der Faust ins Gesicht. Danach fuhr er einfach davon. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Körperverletzung. Auch von den anderen Seen im Kreis Starnberg gingen etliche Anrufe bei der Polizei ein, weil Autos eingeparkt waren. Wenn die Wege so zugeparkt sind, ist Abschleppen meistens nicht mehr möglich.

Auch am Erholungsgelände Ambach am Starnberger See herrschte Parkchaos. Dort stellt die Verkehrsüberwachung keine Strafzettel mehr aus – sondern verteilte aus Zeitspargründen Hinweise, dass die Autofahrer Post von der Polizei bekommen würden.

Auch entlang der Hauptstraßen, auf Grünflächen und in Nebenstraßen rund um die Seen im Landkreis Miesbach - vor allem Tegernsee und Schliersee - standen am Wochenende Pkw. Oft ein Ärgernis für Anwohner und ein Problem für Rettungskräfte.

hei/ham/cia/tal


Ein Chaos hat es bei der Licht-Show am Dom in Regensburg gegeben. Der Menschenandrang auf das Spektakel war viel zu groß. Menschen schubsten sich, es gab Gedränge und Stau.

In Paderborn kam es zu einem schrecklichen Unfall. Ein 24-Jähriger sprang von einem Baum in einen Badesee. Bei dem Sprung wurde sein Arm abgerissen.

Die Sittenwächter sind nicht nur in München an der Isar unterwegs. Auch am Feringasee klagen Badegäste über Kontrollen, die es früher nicht gab.

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