Zwischen Allershausen und Holledau

Staufalle A9: Verkehr bis Oktober lahmgelegt

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Stau auf der A9 - ein Bild, an das sich die Autofahrer gewöhnen müssen.

München - Sind Sie oft auf der A9 unterwegs? Von Ingolstadt Richtung München? Oder andersrum? Dann müssen Sie jetzt ganz tapfer sein: Denn ab Dienstag (29. April 2014) wird auf der Strecke zwischen Allershausen bis zum Autobahndreieck Holledau gebaut wie wild.

Zum einen wird der Standstreifen erweitert, zum anderen werden 24 Nothaltebuchten errichtet. Das Verkehrschaos ist schon jetzt programmiert. Und das Schlimmste daran ist: Das alles dauert bis Mitte Oktober!

Das oberbayerische Stück der A9 ist schon lange eine Schmerzstrecke für viele Pendler. Zur Erinnerung: Erst 2012 wurde der Abschnitt zwischen Neufahrn und Allershausen ausgebaut – es gab über Monate Staus und viele Unfälle. Und diesmal sagen sogar die Bauexperten selbst: „Es wird noch härter für alle.“ Die tz beantwortet alle wichtigen Fragen zur Riesenbaustelle:

Was genau wird denn auf der Strecke neu gebaut?

Die Seitenstreifen müssen verstärkt werden, damit sie künftig auch von schweren Lastern befahren werden können. Dann hat man in Zukunft vier Fahrspuren. Zudem lassen die Ingenieure auch alle 27 Brücken auf der Strecke sanieren. Dazu kommen auch noch die 24 Nothaltebuchten.

Was kostet das alles?

Rund 43 Millionen Euro.

Wird in beiden Richtungen ausgebaut?

Nein, jetzt nur in Richtung Ingolstadt. Da aber an vielen Stellen Spuren der Gegenrichtung als Ersatz genutzt werden müssen, geht es auch in Richtung München nur langsam voran. In Richtung Ingolstadt gilt meist Tempolimit 60, andersrum immerhin 80.

Wie lange ist die Baustelle?

Genau 17 Kilometer muss sich der Autofahrer quälen – ab Allershausen bist zum Autobahndreieck Holledau.

Kann ich dem Teilstück irgendwie ausweichen?

Nein, nicht wirklich. Zwar gibt es eine Landstraßen-Strecke. Die ist aber nur für wirklich Ortskundige zu empfehlen.

Ist die Situation am Sonntag oder an Feiertagen besser?

Nein – denn es wird rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche gearbeitet, um bis Oktober fertig zu werden. Heißt: Ständig fahren auf der Strecke auch Baulaster die einzelnen Baustellen an – mit Werkzeug und Material.

Wie viel Autos sind auf diesem Stück jeden Tag unterwegs?

Gut 100 000 Fahrzeuge.

Ist im Oktober alles vorbei?

Nur bis zum nächsten Sommer. Dann wird nämlich die Richtung nach München ausgebaut. Heißt: Das nächste Jahr wird leider genauso schlimm!

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age

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