Das war vermutlich wirklich nötig ...

Wahl-Verwirrung in Bayern: Behörde fühlt sich offenbar zu völlig absurdem Schild gezwungen

Die Stichwahl am Sonntag stellt Bayern vor eine Herausforderung. Eine Behörde fühlte sich offenbar zu einem absurden Schild gezwungen.

  • Die ungewöhnliche Wahl in Bayern stellt manchen vor Herausforderungen.
  • Das Wahlamt in Pfaffenhofen fühlte sich offenbar zu einem absurden Schild gezwungen.
  • Ein Jodel-Nutzer hielt das Ganze in einem Foto fest.

Pfaffenhofen - Die Wahl am Sonntag (29.3.) stellt ein absolutes Novum dar. Wegen der Corona-Krise konnten die Wahlberechtigten der betroffenen Kommunen erstmals nur per Briefwahl abstimmen. Stichwahlen gibt es unter anderem in den fünf größten bayerischen Städten München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt

Wahl in Pfaffenhofen/Bayern: Behörde fühlt sich zu aburdem Schild gezwungen

Viele Menschen dürften zum allerersten Mal per Briefwahl abgestimmt haben. Entsprechend groß dürfte die Verwirrung gewesen sein. In einem Fall trieb das sogar skurrile Auswüchse. Denn offenbar fühlte sich eine Behörde zu einem geradezu absurden Zettel gezwungen. Ein Nutzer der App Jodel hat dies in einem Foto festgehalten.

Das Wahlamt habe demnach einen Hinweis an einem Mülleimer angebracht. „Bitte hier (Abfalleimer) keine Wahlbriefe einwerfen. Ihr Wahlamt“, war darauf zu lesen. Theoretisch kann es sich auch um einen Fake handeln, es ist nicht bestätigt, dass das Foto authentisch ist. Aber es deutet auch nichts auf eine Fälschung hin.

Wahl in Pfaffenhofen/Bayern: Papa von Jodel-Nutzer soll Schild angebracht haben

Den Angaben zufolge stehe der Mülleimer in Pfaffenhofen hinter dem Rathaus. Ein Jodel-Nutzer erklärt sogar, sein Papa hätte das Schild installiert. „Unser lieber Bürgermeister hat anscheinend zufällig gesehen, wie Leute ihre Briefe da reinschmeißen. Waren aber glücklicherweise nur 3 drin“, schreibt er - natürlich ist auch diese Schilderung nicht bestätigt.

Für eine Menge Verwunderung sorgt der Anblick allemal. Ein Betrachter meint: „Das Schild muss weg. Wer diese Hürde nicht schafft, dessen Stimme sollte vielleicht auch nicht in den Topf.“

Besagter Mülleimer kann zwar keine Wahlbriefe schlucken und verarbeiten, dafür weit mehr als gewöhnliche seiner Art: Es handelt sich offenbar um einen der neumodischen Solar-Mülleimer, mit deren Aufstellung die Stadt Pfaffenhofen vor einem Jahr Schlagzeilen schrieb. Mit integrierter Müllpresse übrigens, wie auf pfaffenhofen.de zu lesen ist. Was das für Wahlbriefe bedeuten kann, kann sich jeder denken.

Über die Corona-Entwicklungen in München berichtet tz.de* wir hier in einem separaten Ticker.

Einen besonderen Titel holte sich bei der Stichwahl Kristan von Waldenfels - der 19-Jährige ist nun Bayerns jüngster Bürgermeister.

Ein peinliches Geständnis auf einem DHL-Zettel sorgt für Lacher: "Entschuldigung, ich habe ..."

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Rubriklistenbild: © Jodel

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