Automat aufgestellt

Strafzettel auf Privatparkplatz: "Das ist der Gipfel"

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Eine Besänftigung, die provoziert: Dieses Schreiben verärgert viele Parksünder.

Weilheim - Ein Privatmann sorgt in Weilheim auf seinem Privatparkplatz mit einem Parkscheinautomaten und vermeintlichen Strafzetteln für Empörung. Wer dort ohne Parkschein parkt, wird dazu aufgefordert, 25 Euro zu bezahlen.

Eigentlich wollte sich Eckhard Röser in einem Geschäft in der Weilheimer Innenstadt eine Matratze kaufen. Deswegen hat sich der Weilheimer Anfang Januar in dem Matratzenladen an der Pütrichstraße beraten lassen. Als er anschließend wieder zu seinem Auto auf den Parkplatz vor dem Geschäft kam, hing an seiner Windschutzscheibe ein Anschreiben mit einem Überweisungsformular. 25 Euro sollte Röser für das Parken dort überweisen, was er auch brav gemacht hat. Den Automaten, an dem er einen Parkschein hätte lösen können, habe er übersehen, sagt der Weilheimer.

Täuschend ähnlich: Diesen Automaten hat nicht die Stadt, sondern ein Privatmann aufgestellt.

Er hat sich geärgert, weil ihn das Parken vor dem Geschäft, in dem er einkaufen wollte, 25 Euro gekostet hat. Richtig erbost ist er aber über das Anschreiben, das zusammen mit dem Überweisungsformular an der Windschutzscheibe heftete: „Wegen der Hetze des Alltags ist es Ihnen sicher entgangen einen Parkschein zu lösen“, heißt es darin. „Zu Ihrer Erleichterung legen wir ein vorgefertigtes Überweisungsformular bei, um bei Verzögerung der Zahlung Inkasso und weitere Kosten zu vermeiden. Bitte ärgern Sie sich nicht, beim nächsten Parkvorgang wirds schon klappen. Einen schönen Tag und gute Fahrt wünscht PSW“, so endet der Schrieb. Wer hinter diesen drei Buchstaben steckt, bleibt offen. „Was für ein Sarkasmus steckt da drin?“ fragt sich Röser. Einen Strafzettel zu bekommen sei ärgerlich genug, doch dieses Schreiben, „das ist wohl der Gipfel.“ Die Matratze werde er jetzt dort kaufen, wo er frei parken könne. „Die Händler beklagen sich, dass der Umsatz in der Innenstadt zurückgeht – und dann so was.“

Was die "Kommunale Verkehrsüberwachung" der Stadt zu dem Fall sagt und wie die Polizei damit umgeht, lesen Sie hier bei Merkur.de.

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