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Streit eskaliert - Messer in Bauch gerammt

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Nürnberg - Erst gerieten sie auf der Tanzfläche einer Diskothek aneinander - später soll einer der beiden jungen Männer seinem Gegenüber ein Küchenmesser in den Bauch gerammt haben.

Wegen versuchten Totschlags muss sich deshalb seit Freitag ein 21-Jähriger vor der Jugendkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth verantworten. Die Anklage wirft dem 21-Jährigen vor, das 18 Jahre alte Opfer hätte bei dem Angriff im Februar 2009 verbluten können, da das rund elf Zentimeter lange Messer den Darm traf. Der Angeklagte räumte die Tat zu Beginn der Verhandlung ein, erklärte aber, dass er sich lediglich verteidigen, nicht aber den 18-Jährigen töten wollte.

Bereits eine Woche vor dem Messerangriff war es vor einer Nürnberger Diskothek zu einer Schlägerei zwischen den beiden jungen Männern gekommen. Aus Angst vor dem 18-Jährigen soll der Angeklagte nach eigenen Angaben ein Messer eingesteckt haben, als er einige Tage später erneut die Disco aufsuchte. Auf der Tanzfläche kam es laut Anklage wieder zu einer Rangelei zwischen den beiden jungen Männern. Türsteher des Clubs griffen ein und setzten die beiden Streithähne vor die Tür.

Kurz darauf soll sich die Prügelei zwischen dem Opfer und dem damals 20-Jährigen an einer U-Bahnhaltestelle fortgesetzt haben. Im Verlauf soll der Angeklagte sein Messer gezogen und seinem auf dem Boden liegenden Kontrahenten mit voller Wucht in den Bauch gestoßen haben. Der 21-Jährige sitzt seither in Untersuchungshaft. Ein Urteil ist voraussichtlich Ende Februar zu erwarten.

dpa

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