Ist der Angeklagte geistig verwirrt?

Jurastudent schlägt Richter: Prozessstart

Passau - Er studiert Jura - und soll einen Bundesrichter geschlagen haben. Deshalb steht ein Mann jetzt in Passau vor Gericht.

Gut zwei Jahre nach der Attacke auf einen Richter des Bundesgerichtshofes ist der Prozess gegen einen Studenten vor dem Landgericht Passau geplatzt. Zum Auftakt des Sicherungsverfahrens wegen vorsätzlicher Körperverletzung war der 24-Jährige am Montag nicht erschienen. Das Gericht erließ Haftbefehl. Sobald er gefasst ist, sollen neue Verhandlungstermine anberaumt werden. Die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Mann geistig verwirrt ist, und strebt eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der Bundesrichter hatte im Februar 2011 einen Vortrag an der Universität Passau gehalten. Der Jurastudent hatte ihm laut Staatsanwaltschaft mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Nach einem kurzen Gerangel konnten andere Zuhörer den jungen Mann überwältigen. Der Richter war leicht verletzt worden. Er wollte in dem jetzigen Prozess als Nebenkläger auftreten.

Neben der Attacke auf den Bundesrichter wird dem 24-Jährigen auch vorgeworfen, die Angestellten eines Paketdienstes mit dem Tod bedroht zu haben. In einer E-Mail soll er geschrieben haben, nur wenn sein Paket noch heute zugestellt werde, „könne der sichere Eintritt des Todes aller dafür Verantwortlichen innerhalb von wenigen Tagen abgewendet werden“. Außerdem soll Student eine Gerichtsvollzieherin des Amtsgerichts Passau angegriffen und verletzt haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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