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„Fränkisches Wacken“: 25 Jahre Summer Breeze – 40.000 Fans erwartet

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Von: Thomas Eldersch

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Zwei Jahre mussten Metal-Fans aus ganz Europa auf die Rückkehr des Summer-Breeze-Open-Air-Festivals warten. Jetzt darf wieder gerockt werden.

Dinkelsbühl – Das Festivaljahr 2022 neigt sich schon fast wieder seinem Ende zu. Aber für Fans von harten Gitarrenriffs und Headbanging gibt es noch einen Termin im Veranstaltungskalender, den man nicht auslassen darf. Auf dem Flugplatz bei Dinkelsbühl (Landkreis Ansbach) findet heuer – nach zweijähriger Corona-Zwangspause – wieder das Summer-Breeze-Open-Air-Festival statt. Und es gibt etwas zu feiern.

Summer Breeze feiert 25-jähriges Bestehen: Mit zehn Bands ging alles los

25 Jahre gibt es das Metal-Festival in Mittelfranken jetzt schon. Mittlerweile ist die Veranstaltung, die mit zehn Bands und 400 Zuschauern in einem Bierzelt seinen Anfang fand, eine feste Größe in Europa. Gründer Achim Ostertag nennt gegenüber dem BR sein Baby auch liebevoll „Fränkisches Wacken“. Und das Festival braucht sich inzwischen auch nicht mehr vor seinem großen Bruder aus dem Norden zu verstecken. Gut, an die fast 80.000 Fans in Wacken kommt die Veranstaltung noch nicht ran, aber mit 40.000 Besuchern rechnen die Veranstalter dennoch.

Endlich wieder Summer Breeze in Dinkelsbühl.
Endlich wieder Summer Breeze in Dinkelsbühl. Das letzte Mal gerockt wurde 2019. © Vincent Grundke/SUMMER BREEZE Open Air

Pandemiebedingt musste man – wie so viele andere auch – pausieren. Aber die Community stand in den zwei Jahren immer hinter den Veranstaltern, heißt es von Ostertag auf der Festival-Homepage. „Dieses Gemeinschaftsgefühl spürte man auch deutlich als das Festival gleich zwei Jahre in Folge pandemiebedingt absagen musste und sich die Fangemeinde mit vollem Support hinter ihr Festival stellte.“

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Summer Breeze kämpft mit Kostenexplosion

Jetzt ist das Metal-Highlight zurück und kämpft gleich schon mit weiteren Schwierigkeiten. Der Ukraine-Krieg und die Folgen haben auch Auswirkungen auf mittelfränkische Festival. Kostenexplosionen und Pandemie-Nachwirkungen setzen den Veranstaltern ordentlich zu. „Die Produktionskosten sind enorm gestiegen und auch im Logistikbereich ist kein Ende in Sicht, was Preiserhöhungen angeht. Spritkosten, Personalmangel, all das beeinflusst unsere Planung“, erklärt Festivalgründer Ostertag.

Das diesjährige Line-up des Summer-Breeze-Festivals.
Das diesjährige Line-up des Summer-Breeze-Festivals. © SUMMER BREEZE Open Air

Für die Besucher sind die Sorgen der Festival-Veranstalter erst einmal weit weg. Sie freuen sich auf vier Tage ungetrübte Metal-Sause. Von Mittwoch, 17. August, bis Samstag, 20. August, sind die Tore des Flugplatzes geöffnet. Und es gibt noch Karten. Wer also die Headliner wie Blind Guardian, Arch Enemy oder Heaven Shall Burn live sehen will, hat also noch die Gelegenheit dazu. Zumindest bis Freitag sollte auch der Metal-Gott im Himmel ein Einsehen mit seinen Jüngern haben. Dann könnte den Besucher allerdings eine kalte Dusche drohen. (tel)

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