Diabetes und Demenz

Tausende Bayern bei größter Gesundheitsstudie gefragt

Augsburg/Regensburg - Es ist die derzeit größte Bevölkerungsstudie des Landes. Rund 200.000 Menschen sollen gesundheitlich untersucht und von den Forschern begleitet werden. Die Untersuchung soll bis in die 2040er Jahre laufen.

Tausende Bürger aus den Regionen Augsburg und Regensburg sollen in den kommenden Jahrzehnten zur Erforschung von weit verbreiteten Krankheiten wie Diabetes oder Demenz untersucht werden. Nachdem im Juli bereits an der Regensburger Universität ein Studienzentrum für die sogenannte Nationale Kohorte eröffnet wurde, ist das zweite bayerische Zentrum am Mittwoch in Augsburg in Betrieb gegangen. Bundesweit gibt es zwischen Kiel und Freiburg 18 Studienzentren, die insgesamt 200.000 Menschen untersuchen sollen. „Ziel ist es, Ursachen und Risikofaktoren für die wichtigsten Volkskrankheiten genauer zu erforschen“, berichtete das Münchner Helmholtz Zentrum, dass im Augsburger Klinikum die Studie betreut.

Bei der Langzeitstudie geht es um die Untersuchung von Männern und Frauen zwischen 20 und 69 Jahren auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Depressionen, orthopädische Probleme und ähnliche Krankheiten. So soll auch der Zusammenhang einer Krankheit mit dem individuellen Lebensstil erforscht werden.

Die Nationale Kohorte ist nach Angaben der Wissenschaftler die derzeit größte Bevölkerungsstudie in Deutschland. Die Teilnehmer werden nach dem Zufallsverfahren bei den Einwohnermeldeämtern ausgewählt. Diese Bürger werden dann angeschrieben und um die Teilnahme gebeten.

Die Forscher wollen die gesundheitliche Einwicklung dieser Menschen über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren beobachten. Nach der Erstuntersuchung sollen die Teilnehmer nach etwa fünf Jahren erneut untersucht werden. In den Folgejahren sollen sie dann regelmäßig Fragebögen per Post erhalten. Die Mediziner hoffen, dass sie ab etwa 2018 die Ergebnisse für Studien verwenden können.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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