Grausam getötet

Tegernsee-Mord: Anklage erhoben 

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Mit diesem Foto wurde nach der Frau gefahndet

Rottach-Egern - Die Boutiquen-Besitzerin Ursula M. wurde grausam ermordet. Jetzt wird gegen die mutmaßliche Mörderin Ursula D. aus Bad Wiessee Anklage erhoben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Wiesseerin auf das Geld der Rottacher Geschäftsfrau aus war. Sie hatte vor zwei Jahren wenige Tage lang in der Herrenboutique von Ursula M. an der Seestraße zur Probe gearbeitet. Die Geschäftsfrau war wohlhabend und wohnte allein über der Boutique. Die Wiesseerin hingegen befand sich in Geldnot und war arbeitslos. Sie ist verheiratet, lebt aber von ihrem Mann getrennt. Ihre beiden Kinder sind erwachsen.

Es gibt einen Lebensgefährten, der im Tegernseer Tal zuhause ist. Sie wohnte aber nicht mit ihm zusammen, sondern allein in Bad Wiessee. Dies sehr zurückgezogen: Selbst den Nachbarn ist sie kaum bekannt. Die 48-Jährige war erst seit August in Bad Wiessee ansässig.

Die Miesbacher Kripo hatte Ursula D. schon seit etlichen Wochen im Blick. Sie hatte sich selbst bei den Ermittlern gemeldet: der Fotos wegen, die sie beim Einkauf in München zeigten. Mit den Bildern aus der Überwachungskamera eines Kaufhauses hatte die Soko Seeblick über die Medien am 22. November nach einer blonden Frau gesucht, die mit der Geldkarte des Opfers eingekauft hatte. Die Unbekannte wurde als Zeugin zur Polizei gebeten. Offenbar fiel dem Lebensgefährten von Ursula D. die Ähnlichkeit seiner Freundin mit der Gesuchten auf. Daraufhin ging sie zur Kripo Miesbach – um zu erklären, dass sie nicht die gezeigte Frau sei.

Tatsächlich war die Wiesseerin nicht eindeutig erkennbar. Und das, obwohl die auffällige Haarpracht zwar blondiert, aber echt ist. Die 48-Jährige band ihr Haar oft zusammen oder steckte es auf, was das Aussehen stark verändert. Bei der Kripo gab die Wiesseerin freiwillig eine DNA-Probe ab. „Sie war sich hundertprozentig sicher, dass sie keine Spuren hinterlassen hat“, erklärt Schweiger. Hat sie aber doch. Worauf, das gibt die Polizei derzeit nicht preis. DNA-Proben haben die Beamten von allen 47 Frauen genommen, die bei der Suche nach der blonden Einkäuferin überprüft wurden.

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