Mann verletzt mit Messer mehrere Menschen am Rosenheimer Platz: Täter flüchtig

Mann verletzt mit Messer mehrere Menschen am Rosenheimer Platz: Täter flüchtig

Test für Meridian-Linie

"Fahren wie in Indien - nur teurer"

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Wenigstens war es sonnig: bange Blicke zum Infosystem in Grafing Bahnhof

München - Der Härtetest für die Meridian-Linie ist am Montag gründlich misslungen. Dichtes Gedränge unter den Fahrgästen auf dem Bahnsteig gehörte leider zum Programm.

So nah kommen sich Bahnfahrgäste hierzulande eher selten. In jeder Ecke der Züge reibt man sich aneinander, berührt sich unabsichtlich und denkt sich vielleicht voller Sarkasmus: „Darum heißen diese brandneuen Züge also Flirt!“ Am Montagfrüh fand er also statt, der Härtetest für den Meridian und für die neuen Flirt-Garnituren. Schauplätze sind dabei die Hauptpendlerstrecken aus Salzburg und Kufstein nach München. Und es lief – zumindest zur Hauptverkehrszeit – bescheiden: Irrwitzige Ankündigungen an den Informationstafeln wechselten sich mit nicht angekündigten Ausfällen ab. In teils übervollen Waggons standen Passagiere am Rande des Nervenzusammenbruchs („Oh mein Gott, oh mein Gott!“) und dicht an dicht aneinander. Dazwischen bemitleidenswerte Angestellte des Meridian, die oft als Frust-ableiter herhalten mussten.

Der Start in den Pendlertest hätte dämlicher nicht ausfallen können. War der Sonntagsverkehr noch ruhig und entspannt verlaufen  – obwohl sich dabei in der Nacht schon erste Schwierigkeiten ankündigten – trat morgens gleich um 6.18 Uhr eine Art bahntechnischer Gau ein. Der Zug im Ersatzverkehr vom Typ Talent (wie passend) von Rosenheim nach München fiel wegen einer technischer Störung aus. Pendler bekamen zwar einen Zug um 6.29 Uhr, doch eine Verbindung weniger macht halt im eh schon vollgepackten Passagierverkehr viel aus. Bereits hier, berichtet der Reporter Sascha Ludwig von rosenheim24, „gab es viele Stimmen, die mit dem Betriebsstart in dieser Form nicht zufrieden waren.“ Das ist eine höfliche Umschreibung für Flüche der deftigeren Art.

Besonders an der Haltestelle in Aßling (Kreis Ebersberg) sollen sich laut Beobachtern frühmorgens chaotische Szenen zugetragen haben: Je nach Zugtyp, der dort hielt, kamen Passagiere mit Ach und Krach gerade noch mit. Indem sie sich, von purer Verzweiflung geleitet, durch die Türen quetschten. Wobei der neue Flirt, der derzeit nur die Zulassung für eine Doppeltraktion und deshalb viel zu wenig Sitzplätze besitzt, besonders negativ auffiel. „Zug fahren wie in Indien, nur teurer!“, kommentierte dies ein Leser bei rosenheim24.

Wie geht es weiter? Ab München Hauptbahnhof handelte sich der Meridian am gestrigen Nachmittag wieder etliche Verspätungen ein, darunter massive von fast einer halber Stunde. Die Pendler können jetzt nur hoffen, dass die Bayerische Oberlandbahn, die den Meridian betreibt, aus dem Härtetest gelernt hat.

mc

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