Er sah im Liegestuhl zu

Tierquäler stellt Falle auf - Katze verliert ein Bein

Hohenfurch – Er hatte in einem Garten eine Falle aufgestellt - in welche die Katze seines Nachbarn geriet: Ein Tierhasser wurde vom Amtsgericht Weilheim zu 1200 Euro Geldstrafe verurteilt.

Ein offenkundiger Haustierhasser ist vom Amtsgericht Weilheim wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung zu 1200 Euro verurteilt worden. Der 80 Jahre alte Mann aus Hohenfurch hatte in seinem Garten eine Falle aufgestellt.

In diese geriet die Katze seines Nachbarn. Ungerührt saß der Senior im Liegestuhl und sah zu, wie sich die Katze in dem Fangeisen quälte. „Gott sei Dank hat die Katze diesen Eingriff überlebt“, sagte der Tierarzt, der vor Gericht in den Zeugenstand trat. Das Tier verlor jedoch ein Bein. Für die Tierarztrechnung musste der damals vom Katzenbesitzer zur Rede gestellte Senior aufkommen.

Der Angeklagte stritt vor Gericht alle Vorwürfe ab. „Ich weiß nicht, wie die Falle in meinen Garten gekommen ist“, sagte er. Doch diese Aussage stufte das Gericht als unglaubwürdig ein. Einem Polizisten gegenüber, der den Mann vernommen hatte, äußerte der Mann, dass alle Hunde und Katzen Schädlinge seien. „Das ist so aus ihm rausgebrochen“, so der Polizist.

Das war „ein äußerst brutales Vorgehen“, sagte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung.

Kathrin Hauser

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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