Verteidiger: "Auch mein Mandant ist Opfer!"

Vater erschoss Tochter und Schwiegersohn - Ankläger fordern lebenslang

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Der 69-jährige Vater muss sich wegen Mordes an seiner Tochter und deren Ehemann vor dem Landgericht verantworten

Ingolstadt - Für den Mord an seiner Tochter und deren Gatten soll der Vater lebenslänglich hinter Gitter. Die Ermittler halten es für erwiesen, dass der Rentner das Paar im vorigen Herbst in dessen Anwesen aus Heimtücke erschoss. Beide Opfer hätten keine Chance gehabt, sich zu wehren.

Der Verteidiger des 69-Jährigen plädierte auf Totschlag und forderte eine zeitlich befristete Haftstrafe. Er hält den Angeklagten für vermindert schuldfähig, da sein Mandant bei der Tat alkoholisiert gewesen sei und aus dem Affekt heraus gehandelt habe. Bei dem Familiendrama gebe es im Übrigen nur Opfer. „Auch der Angeklagte ist Opfer, da er ein Leben lang unter dem Verlust seiner Tochter leiden wird“, so der Anwalt vor dem Landgericht Ingolstadt.

Der Vater hatte die tödlichen Schüsse zu Prozessbeginn vor zwei Monaten gestanden. Der Tat vom 18. September 2015 waren jahrelange Streiterein des Mannes vor allem mit dem Schwiegersohn vorausgegangen. Die Große Strafkammer des Landgerichts verkündet ihr Urteil am 29. Juli.

dpa

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