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Ein tödlicher Trend: die Droge aus dem Pflasterl

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München - Der Drogenbericht der Bundesregierung weist eine erfreuliche Entwicklung auf: Fünf Prozent der Jugendlichen gaben an, in den letzten zwölf Monaten Cannabis konsumiert zu haben, 2004 waren es noch zehn Prozent.

Doch Fahnder weisen auf einen tödlichen Trend hin: den Missbrauch eines Schmerzmittels, das Schwerkranken ihr Leid mindern soll, indem es über Tage hinweg über ein Pflaster das hochwirksame Fentanyl abgibt. Der Stoff ist dem Opium ähnlich. Torsten Wittke, Leiter des Rauschgiftsdezernats am LKA, berichtet davon, dass dieser Trend vor zwei Jahren begann.

Drogenkranke durchwühlten in Krankenhäusern die Mülleimer, um an die Pflasterl zu kommen. Diese werden ausgekocht, die Flüssigkeit dann gespritzt. Auch Lutscher gibt es. Fentanyl ist schwer zu dosieren – und brandgefährlich: 43 der 220 Drogentoten in Bayern im Jahr 2010 werden diesem Rauschgift zugeschrieben.

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