Auf Motorrad unterwegs

Schrecklicher Unfall am Ettaler Berg: Krankenschwester stirbt

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Am oberen Drittel des Ettaler Bergs hat sich der schwere Unfall ereignet.

Ein schrecklicher Unfall hat sich am Montagnachmittag am Ettaler Berg ereignet. Eine Motorradfahrerin (61) aus Garmisch-Partenkirchen wurde dabei tödlich verletzt. Die Bad Kohlgruberin (63), mit deren Auto sie kollidiert war, erlitt einen schweren Schock.

Ettal - Die Strecke war ihr vertraut. Den Weg von Oberammergau nach Garmisch-Partenkirchen dürfte die 61-jährige Krankenschwester mit ihrem Motorrad schon öfter gefahren sein. Als die Frau am Montagnachmittag kurz nach 16 Uhr den Ettaler Berg in Richtung Oberau fuhr, passierte jedoch ein schlimmer Unfall. Einer, der die Garmisch-Partenkirchnerin das Leben kostete. Der Begleiter der Frau, der ebenfalls mit seinem Motorrad unterwegs war, fuhr unmittelbar hinter der ihr her. 

In einer Rechtskurve der B23 ist der Frau das Vorderrad ihres Motorrads plötzlich weggerutscht, heißt es von Seiten der Polizei. Dabei stürzte die Garmisch-Partenkirchnerin und geriet in die Gegenfahrbahn. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Pkw einer 63-jährigen Bad Kohlgruberin, die mit ihrem Auto in Richtung Ettal unterwegs war. Die Kradfahrerin erlitt durch die Kollision schwerste Verletzungen. Als der Notarzt und der Rettungsdienst vor Ort eintrafen, brachten sie die Frau umgehend unter laufenden Reanimationsmaßnahmen in die Unfallklinik Murnau. Kurze Zeit später ist sie dort gestorben. Die Bad Kohlgruberin wurde ebenfalls vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Allerdings nicht nach Murnau, sondern nach Garmisch-Partenkirchen. Sie stand unter schwerem Schock. 

Nach Angaben der Beamten soll die Frau mit geringer Geschwindigkeit auf der nassen Straße gefahren sein. Warum die Garmisch-Partenkirchnerin mit ihrem Motorrad ins Rutschen kam, ist bislang noch unklar. Das soll nun die Untersuchung eines Gutachters zeigen, der vor Ort war. Ebenso wie 23 Männer der Feuerwehren Oberau und Saulgrub. „Wir haben die Strecke weiträumig abgesperrt“, sagt ein Sprecher der Oberauer Feuerwehr. 

Autofahrer, die von Oberammergau nach Oberau und in die entgegengesetzte Richtung fahren wollten, mussten währenddessen einiges an Geduld aufbringen. Die B23 war zirka vier Stunden gesperrt. Diejenigen, die von Garmisch-Partenkirchen in Richtung Oberammergau fahren wollten, blieb nichts anderes übrig, als den Umweg über Murnau und Saulgrub zu nehmen. Auf dieser Strecke kam es ebenfalls zu Wartezeiten. In Bad Kohlgrub bildete sich aufgrund einer Baustellenampel an der Hauptstraße Stau. „Hier werden aktuell Kanalarbeiten vorgenommen“, sagte ein Rathaussprecher. Der Verkehr kam deshalb nur stockend voran. Dies war auch vor Oberau der Fall. 

Im Farchanter Tunnel ging es am Abend ebenfalls nur langsam vorwärts. Laut Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern, gab es jedoch keine Blockabfertigung. „Die wird nur eingeschaltet, wenn die Autos wirklich stehen.“

Magdalena Kratzer

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