300 Schadensmeldungen eingegangen

So viel kostet der Tornado die Versicherungskammer

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Ein Helfer schaufelt am 15. Mai in der Gemeinde Affing im Landkreis Aichach Friedberg vor einem beschädigten Haus Dachziegel in einen Container.

München - Der Tornado in Schwaben schlägt bei der Versicherungskammer Bayern mit Schäden von etwa zehn bis zwölf Millionen Euro zu Buche.

Rund 300 Schadensmeldungen seien bei dem Unternehmen eingegangen, sagte ein Sprecher am Dienstag in München. Allerdings hatte sich nur gut ein Drittel der betroffenen Versicherten auch gegen das Risiko Sturm versichert. Vor diesem Hintergrund könnte der Gesamtschaden schätzungsweise um die 40 Millionen Euro liegen, sagte der Sprecher.

Die Versicherungskammer Bayern ist Marktführer in der Wohngebäudeversicherung im Freistaat, daher wird sie für den Großteil der versicherten Schäden aufkommen müssen, die der Tornado in der vergangenen Woche angerichtet hatte. Dabei waren Bäume umgestürzt, Gebäude beschädigt und Mauern eingedrückt worden, mehrere Menschen erlitten leichte Verletzungen. Der Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg, Klaus Metzger (CSU), hatte den Schaden vor einigen Tagen auf mindestens 40 Millionen Euro geschätzt.

Am schlimmsten betroffen war Affing. Das Dorf glich einem Trümmerfeld. Mit vereinten Kräften räumt das Dorf auf.

Fotostrecke: Torndo verwüstet Dorf Affing in Schwaben

Affing in Schwaben: Tornado hinterlässt Spur der Verwüstung

Die Staatsregierung will den Tornado-Opfern in Schwaben möglichst schnell finanziell unter die Arme greifen. Das kündigte Finanzminister Markus Söder am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München an. Er brachte ähnliche Finanzhilfen für betroffene Bürger ins Gespräch wie bei vergangenen Hochwasserkatastrophen etwa in Niederbayern.

Die Menschen in Bayern fragen sich, ob die Zahl der Tornados zunehmen wird. Ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdeinst (DWD) macht im Gespräch mit Merkur.de und tz.de eine Prognose.

dpa

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